10.09.2003 12:33 |

Miete zu hoch?

9 von 10 Wohnungen zu teuer: Jetzt nachrechnen!

Wenn Wohnen zur Armutsfalle wird: Schon jeder zweite Österreicher muss 40 Prozent und mehr seines Einkommens für die Miete aufwenden. Und die Kosten steigen und steigen: So ist laut AK-Erhebung vom Februar Wohnen um 6,4 Prozent teurer geworden, während die Inflation nur 1,7 Prozent betrug. Dabei verlangen Vermieter oft mehr, als das Gesetz erlaubt: In Wien ist das laut Mietervereinigung bei 9 von 10 Wohnungen der Fall! Ein neuer Krone.at-Rechner zeigt, ob auch du zu viel zahlst.
Eine Stichprobenkontrolle der Wiener Mietervereinigungbringt Unfassbares zu Tage: "Schaut man sich die in den Zeitungeninserierten Wohnungsangebote an, sind 9 von 10 Mietwohnungen zuteuer!", so Mag. Nadja Horvath, Chefjuristin der Mietervereinigung.Ein handfester Skandal!
 
Muss man sich als Mieter eigentlich alles gefallenlassen? Nein: Im Mietrechtsgesetz ist geregelt, wie viel Wohnenwirklich kosten darf. Diese Richtwerte berücksichtigen Lageder Wohnung, Zustand, Ausstattung und vieles mehr. In Streitfällenkann man sich an die Mietervereinigung oder an die Schlichtungsstellewenden.
 
Pech haben jene, deren Wohnhaus nach dem 30.6.1953ohne öffentliche Förderungen errichtet wurde. Dann giltdas Gesetz nicht, und der Mietpreis ist völlig frei.
 
Ein neues Service von Krone.at hilft den Mietern,ihre Lage besser zu beurteilen. Mit dem neuen Online-Rechner kannman ermitteln, wie viel Miete für die eigene Wohnung ungefährangemessen ist.
 
Das Service ist vorerst auf Wien beschränkt.Und bei der errechneten Miete handelt es sich nur um eine grobeErsteinschätzung. Zahlt man aber deutlich zu viel, sollteman weitere Schritte (etwa eine Mietzinsüberprüfungdurch die Mietervereinigung) in Erwägung ziehen.
Mittwoch, 16. Juni 2021
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