"Massenansturm"

Mehr Flüchtlinge im Lager Traiskirchen

Österreich
02.01.2008 10:37
Die Anzahl der Menschen im Flüchtlingslager Traiskirchen hat sich nach der Öffnung der Schengengrenzen binnen kürzester verdoppelt, Lokalpolitiker schlagen nun Alarm: Es sei „verwunderlich, dass die Bundesregierung die Schengen-Erweiterung gefeiert hat und sich um die innere Sicherheit aus der Sicht des Bezirkes Baden sehr wenig kümmert“, meinte etwa LAbg. Franz Gartner (SPÖ), Vizebürgermeister von Traiskirchen, am Mittwoch noch vor einem für den Vormittag angesetzten Sicherheitsgipfel.

Grund dafür sei ein ein „Ansturm von Asylwerbern“ seit der Grenzöffnung am 21. Dezember. „Wir haben jetzt wieder mehr als 700 Personen im Lager“, unterstrich Gartner. „Vor der Schengen-Erweiterung waren es knapp 300. Eine rasche Aufteilung der Flüchtlinge auf ganz Österreich ist dringend notwendig.“

Als Abgeordneter des Bezirkes Baden und Vizebürgermeister der Stadt Traiskirchen richtete Gartner die Aufforderung „zum sofortigen Handeln“ an Innenminister Günter Platter (ÖVP), um nicht wieder auf der Gemeinde und deren Bevölkerung „die Last der Asylsuchenden abzuladen“. Im selben Atemzug erging eine Rücktrittsaufforderung an den Minister, sollte er „diese Aufgabe nicht erfüllen können und nicht raschest die Situation für unsere Region entkräften“.

Der Aussage von Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP), wonach straffällig gewordene Asylwerber abzuschieben seien, schließe er sich an, so Gartner. „Die Sicherheit im eigenen Land geht immer noch vor falsch verstandener Humanität“, so der Vizebürgermeister.

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