Ergreifende Aktion
22.000 Fotos für entführte Betancourt abgeworfen
Lecompte kam die Idee durch einen Brief Betancourts an ihre Mutter. In dem Brief, der vor kurzem aufgetaucht war, beschreibt Betancourt, wie sie die Werbung für ein Männerparfum stets mit sich herumträgt und sich dabei vorstellt, bei dem Fotomodell handelt es sich um ihren Sohn Laurenzo. „Das hat mich so bewegt, dass ich die Werbung gegen ein echtes Foto eintauschen möchte“, sagte Lecompte.
Jede der Aufnahmen von Laurenzo und Mélanie trägt die Aufschrift „für Ingrid von Juan Carlos“. Zwei Tage lang seien er und seine Helfer über das Dschungelgebiet an der Grenze zu Venezuela und Brasilien geflogen, in dem die FARC-Rebellen vermutet werden. Finanziert wurde die Initiative von einer Spende des französischen Sängers Renaud.
Rebellen wollen Gefangenenaustausch
Die in Frankreich geborene Poltikerin, Ex-Senatorin und Anti-Korruptionsaktivistin Betancourt ist seit Februar 2002 in der Hand der FARC ("Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia–Ejército del Pueblo"), die sie bei einem Veranstaltung für die Präsidentschaftswahlen enführten. Betancourt ging damals in die als gefährlich geltenden Gebiete, obwohl man ihr von allen Seiten abriet.
Die Rebellen fordern im Austausch für Betancourt und 44 weitere Geiseln die Freilassung von 500 ihrer Kämpfer aus kolumbianischen Gefängnissen. Fotos und Videoaufnahmen (siehe oben), die Ende November an die Öffentlichkeit gelangten, zeigten die 46-jährige Mutter zweier Kinder stark abgemagert.
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