Ran an den Job

So klappt es trotz mieser Noten mit der Karriere

Wirtschaft
06.12.2007 16:34
Speziell Jugendliche und Absolventen von Hochschulen stehen oft vor einer Herausforderung, wenn es um die Suche nach einer Lehrstelle oder dem ersten richtigen Job geht. Denn oft sind schlechte Noten in Zeugnissen und mangelnde Berufserfahrung große Hindernisse bei der Bewerbung. Aber auch Menschen mit Berufserfahrung kämpfen nicht selten damit, sich am Arbeitsmarkt ins rechte Licht zu rücken. Doch was tun? Schließlich kann man die Zeit nicht zurückdrehen und schnell noch ein paar Praktika nachholen oder Prüfungen neu machen. Hier erfährst du, wie du deine Jobchancen deutlich verbessern kannst.

Wenn die Jobsuche losgeht, dann bedeutet das meist in erster Linie Frust. Man hat das Gefühl, kaum Qualifikationen vorweisen zu können. Und die potenziellen Arbeitgeber suchen nach Top-Ausbildung und nach Möglichkeit langer Berufserfahrung. Absagen scheinen hier vorprogrammiert. Oder vielleicht doch nicht?

Initiative zeigen
Mehr als formale Qualifikationen zählen heute Engagement und Initiative. Wer sich also persönlich zu einem Unternehmen begibt und direkt vorspricht, hat eine deutlich bessere Chance, den Job zu erhalten. Denn im persönlichen Gespräch kannst du deine Motivation und Begeisterung für den Job deutlich besser zum Ausdruck bringen. 

Vorbereitung
Informiere dich genau, was das Unternehmen tut, bevor du dich bewirbst – ein Blick auf die Homepage kann hier helfen. So kannst du durch gute Fragen punkten, die Interesse zeigen. Andernfalls entsteht leicht der Eindruck, dir ist es egal, wo du arbeiten willst. Und das gibt Minuspunkte. 

Planung
Nach Möglichkeit solltest du in der Schlussphase deiner Ausbildung schon ungefähr wissen, in welcher Branche bzw. in welchem Berufsbild du tätig werden willst, und Praktika machen. Denn ein Praktikum, in dem du dich von deiner besten Seite zeigst, ist schon der beste Türöffner für einen späteren Job. 

Netzwerke aktivieren
Höre dich aktiv in deinem Umfeld um, wo Jobs gesucht werden. Denn findest du einen starken Fürsprecher, steigen deine Chancen, aufgenommen zu werden. Auch wenn dies oft unter „Freunderlwirtschaft“ abgetan wird – in Wahrheit ist man doch irgendwie froh, wenn man durch Beziehungen einen Job findet, oder? Und je mehr Menschen wissen, dass du einen Job suchst, desto eher findet sich jemand, der an dich denkt, wenn eine entsprechende Stelle zu vergeben ist.

Lücken kaschieren
Solltest du Lücken in deinem Lebenslauf haben bzw. noch kaum Berufserfahrung, dann gilt es in besonderem Maße, deine „Ersatzerfahrungen“ gut darzustellen. Hier können sämtliche Hobbys, Kurse, Freizeitbeschäftigungen etc. Eingang finden, die Rückschlüsse auf deine Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft zulassen: Freiwillige Feuerwehr, Promotionjobs, Pfadfinder, Leistungssport, Mannschaftssport, Mithilfe in Familienbetrieben – wichtig ist nur zu zeigen, dass du nicht inaktiv warst. 

Dran bleiben
Es wird wahrscheinlich nicht gleich beim ersten Versuch klappen, dass du deinen Traumjob ergatterst. Aber mach dir klar, dass das nicht an deinem Zeugnis liegen muss und bleibe hartnäckig. Du kannst dich durchaus auch mehrmals bei dem gleichen Unternehmen bewerben – so erkennt man deinen Wunsch, wirklich in diesem Unternehmen tätig zu werden. 

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