Täter auf der Flucht
Spanischer Beamter bei Einsatz gegen ETA getötet
Wie der spanische Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba am Samstag am Rande eines Treffens mit Amtskollegen aus anderen EU-Ländern in Werder im deutschen Bundesland Brandenburg mitteilte, wurde die beiden Beamten der paramilitärischen Guardia Civil vor einem Einkaufszentrum unter Beschuss genommen. Die Täter konnten entkommen. Die Polizei fahndete nach Angaben des staatlichen spanischen Rundfunks RNE nach zwei Männern und einer Frau.
Es war der erste tödliche Angriff der ETA seit dem Bombenanschlag auf den Madrider Flughafen Ende Dezember 2006, bei dem zwei Menschen getötet worden waren. Die französische Innenministerin Michele Alliot-Marie und ihr spanischer Amtskollege machten sich auf den Weg in die Region.
Beamter durch Kopfschuss getötet, ein weiterer verletzt
Die beiden Beamten waren beschossen worden, als sie ein Auto besteigen wollten, das ihnen die französischen Sicherheitskräfte zur Verfügung gestellt hatten. Ein Beamter wurde durch einen Kopfschuss getötet, der andere wurde an mehreren Stellen von Kugeln getroffen. Es war das erste Mal, dass ein Mitglied der Guardia Civil bei einem Einsatz gegen die ETA in Frankreich getötet wurde.
Der spanische Premier Jose Luis Rodriguez Zapatero sagte nach dem Angriff seine Teilnahme an einem Parteitreffen der Sozialisten (PSOE) ab. Er versicherte, dass Spanien den "Totalitarismus" der ETA mit allem Nachdruck bekämpfen werde. "Die Terroristen werden gefasst, wie andere vor ihnen auch", betonte der Regierungschef.
ETA zieht sich von Spanien nach Frankreich zurück
Die ETA versucht seit fast vier Jahrzehnten, mit Gewalt die Unabhängigkeit des Baskenlandes zu erzwingen. Im Juni hatte die Untergrundorganisation den von ihr im März 2006 einseitig ausgerufenen Waffenstillstand aufgekündigt. Der Südwesten Frankreichs dient der Organisation nach Erkenntnissen der Sicherheitskräfte als Rückzugsgebiet. Die ETA hat ihre Anschläge in der Vergangenheit für gewöhnlich in Spanien verübt.
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