Der „Fußballkrieg“ zwischen LASK- und Riedfans im Spätsommer in Linz, dann demolierte Anlagen im Rieder Stadion, zuletzt die Prügelorgie in Salzburg zwischen Blau-Weiß-Anhängern und den Salzburger Hooligans - die Liste der Vorfälle durch sinnlose Gewalt ist lang. Für „normale“ brave Fans, die auf den Fußballplatz oder ins Stadion pilgern, um das Spiel zu sehen, ist die Kicker-Welt längst nicht mehr in Ordnung.
„Der Aufwand für die Sicherheit ist tatsächlich wesentlich größer geworden“, bestätigt der Linzer Vize-Polizeidirektor Erwin Fuchs: „Wir machen vor jedem Spiel eine Gefährdungsanalyse.“ Nur bei den Vereinen aus Altach und Mattersburg gibt es keine Probleme, sonst sind bis zu 150 Polizisten im Einsatz.
Weil`s beim Linzer Stadion am Vorplatz keine Videokameras gibt, filmt die Polizei selbst und versucht so, Rowdys abzuschrecken.
„Ich lief in Panik, so schnell ich konnte!“
Er ist eine treuer LASK-Fan - doch beim Match gegen Innsbruck stand der Vertriebsleiter Werner Stumpf (34) aus St. Florian bei Linz wegen Tiroler Hooligans Todesängste aus.
Herr Stumpf, was war bei diesem Stadionbesuch los?
Ich war bis Mittwoch mit meinem siebenjährigen Sohn Marco sehr gerne und oft bei fast allen LASK-Spielen - aber diesmal war`s schlimm. Wir waren am Heimweg vor dem Linzer Stadion, als ein Bekannter schrie: „Lauf, die Innsbrucker Fans stürmen!“ 50 Leute sind auf uns zugelaufen - und weit und breit war kein einziger Polizist zu sehen.
Wie haben Sie reagiert?
Ich hab mein Kind geschnappt und bin so schnell ich konnte gerannt. Ein 13-Jähriger ist zu mir gelaufen und hat geweint, weil er solche Angst hatte. Als ich Polizisten fragte, warum keiner da war, bekam ich nicht einmal Antwort.
Foto: Martin Parzer













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