Fr, 22. Juni 2018

Nach Todesfällen

27.10.2007 17:32

Demo gegen Verbot von "Magic Mushrooms"

In Amsterdam haben am Samstag mehr als 100 Demonstranten gegen ein drohendes Verbot von rauscherzeugenden Pilze protestiert. Mit Slogans wie "Wann werden sie Brot verbieten?" oder "Mein Gehirn gehört mir!" machten die teilweise als überlebensgroße Pilze verkleideten Aktivisten ihrem Ärger Luft. Nach einer Reihe tödlicher Unfälle von Touristen nach dem Verzehr von "Magic Mushrooms" will die niederländische Regierung derartige Drogen verbieten.

So war im März eine junge Französin von einer Brücke in den Tod gesprungen, nachdem sie Pilze mit Rauschwirkung gegessen hatte. Auch in der Fachwelt stößt das Vorhaben der Regierung auf Kritik. Ein Verbot treibe die Nutzer nur in den Untergrund, sagte Autor Arno Adelaars, der ein Buch über halluzinogene Pilze verfasst hat.

Die Politik sollte stattdessen auf Aufklärung setzen. "Es sind doch nur die Ausländer, die dieses Problem haben", erläuterte Adelaars. Amsterdam sei wegen der liberalen Drogenpolitik schließlich ein Pilgerort für Jugendliche aus ganz Europa, die sich berauschen wollten. "Der typische Tourist, der hier her kommt, trinkt entsetzlich viel Bier, raucht entsetzlich viel Gras und schmeißt dann noch Pilze ein. Das ist der sichere Weg ins Desaster."

Symbolbild

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