27.10.2007 11:43 |

Ohne-Hirn-Gesetz

Neue EU-Strahlen-Richtlinie hätte MRTs verboten

Peinlicher Fauxpas für die EU-Kommission: Die Unionsbehörde muss ihre Richtlinie zum Schutz von Arbeitnehmern vor elektromagnetischen Feldern, die eigentlich bis April 2008 in den Mitgliedstaaten umgesetzt sein sollte, noch einmal überarbeiten. Das EU-Gesetz hätte den Einsatz von Magnetresonanztomographen (MRT) in Spitälern praktisch verboten.

Radiologen und Wissenschafter gingen auf die Barrikaden und legten vielfach Protest gegen das EU-Gesetz ein. Am Freitag knickte die EU-Behörde schließlich ein und gab bekannt, dass die Umsetzungsfrist auf 30. April 2012 verschoben wird.

Die Fristverlängerung biete nun ausreichend Zeit, die Richtlinie inhaltlich zu ändern und dabei sicherzustellen, dass sie keine negativen Auswirkungen auf den Einsatz der MRT hat, so die Sprecherin von Sozialkommissar Vladimir Spidla. Auch in allen anderen Sektoren mit Magnetfeld-Exposition soll die Situation überprüft werden.

Wiener Kongress gab entscheidenden Anstoss
Radiologen hatten im Frühling bei ihrem Kongress in Wien darauf hingewiesen, dass die geplanten Grenzwerte in der Praxis unbrauchbar seien, weil Mitarbeiter, die an einem Tomographen arbeiten, sich regelmäßig höheren Dosen aussetzen.

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