Fr, 22. Juni 2018

Teure Wärme

21.10.2007 15:15

So sparst du bei den Heizkosten

Die Temperaturen fallen, die Heizkosten steigen. Jahr für Jahr dasselbe Spiel, das von Heizperiode zu Heizperiode zu einer erneuten Belastung für das Haushaltsbudget wird. Und es ist nahezu egal, auf welches Brennmaterial du zurückgreifst: Gas, Öl oder Holz – du wirst die finanzielle Belastung in jedem Fall spüren. Krone.at gibt dir Tipps, wie du deine Heizkosten besser in den Griff bekommst.

Die Preissteigerungen sind deutlich spürbar: Strom verteuerte sich um knapp neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr, Gas um etwa sieben Prozent. Für Brennholz musst du in diesem Jahr schon um beinahe sechs Prozent mehr hinblättern. Fast schon moderat dagegen die Steigerungen bei Fernwärme (2,6 Prozent), Holzbriketts (2 Prozent) und Kohle (1,6 Prozent). Einzig Heizöl ist um 3,9 Prozent billiger – dennoch, auch hier spürt man deutlich, dass die finanzielle Belastung zunimmt.

Richtig heizen
An der Preisschraube können wir kaum drehen, was wir jedoch im Griff haben, ist unser Heizverhalten bzw. den richtigen Umgang mit der Wärme. Dazu zählt zunächst, die Heizzeiten untertags intelligent festzulegen. Hast du ein automatisiertes Thermostat, so solltest du die Heizzeiten untertags so festlegen, dass die erste Phase in der Früh stattfindet, bevor du aufstehst. So ist es kuschelig warm, wenn du deinen Tag beginnst. Startet die erste Heizphase nämlich erst dann, wenn du schon zitternd im Badezimmer stehst, dann ist dein Zuhause dann erst warm, wenn du dich auf den Weg in die Arbeit machst – und damit reine Energieverschwendung, die kostet.

Dementsprechend solltest du die Heizphasen einfach deinen Anwesenheitszeiten anpassen und am Abend zirka eine Stunde vor dem Zubettgehen auch beenden. So verpulverst du nicht unnötig Energie, sondern heizt nur dann, wenn du wirklich auch etwas davon hast.

Darf’s ein bisserl weniger sein?
Auch die richtige Wahl der Temperatur ist entscheidend. Der durchschnittliche österreichische Haushalt heizt auf 22 Grad Celsius. Schon ein Grad weniger kann deutliche Verbrauchssenkungen mit sich bringen. Es ist nicht unbedingt notwendig, auch im Winter mit kurzärmeligen T-Shirts und Bermudas Zuhause herumzulaufen. Ein Jogginganzug wärmt, und hilft dir Heizkosten zu sparen. Auch ein guter Tee oder eine Wärmeflasche helfen dabei, geringere Raumtemperaturen als angenehm zu empfinden. Und Kuscheldecken abends beim Fernsehen bzw. Lesen sind doch irgendwie gemütlich, oder?

Schocklüften und Türen schließen
Gerade im Winter ist die richtige Belüftungstechnik sehr wichtig. Häufig gekippte Fenster lassen die Wärme schnell entweichen. Lange geöffnete Fenster bewirken außerdem ein trockenes Raumklima. Daher besser kurz fünf Minuten bei quer geöffnetem Fenster durchziehen lassen. Und danach wieder einheizen. Weiters wird die Raumtemperatur als angenehmer empfunden, wenn du die Türen von beheizten Räumen schließt und ungenützte Durchgangsräume wie ein Vorzimmer oder eine Abstellkammer dadurch nicht unnötig mitbeheizt.

Auch kannst du das Sonnenlicht für dich nutzen. Wenn an kalten Tagen die Sonne scheint, am besten die Vorhänge beiseite ziehen und die Sonnenstrahlen in dem Raum lassen. Auch so lässt sich ein kleines bisschen Wärme zusätzlich gewinnen.

Gerade wenn du alte, schlecht isolierte Fenster hast, kann es auch helfen, die Vorhänge auf die Fensterbank hochzulegen. So gleitet die angewärmte Luft nicht direkt an der Außenseite des Vorhangs in Richtung Fensterritzen, sonder in den Raum hinein, und kann so besser genutzt werden.

Weniger zahlen durch die richtige Isolierung
Langfristig solltest du auch Investitionen in deinen Wohnraum in Betracht ziehen, wie Dämmmaßnahmen an den Außenmauern oder den Einbau neuer Fenster. Diese bringen eine spürbare und nachhaltige Reduktion der Energiekosten und steigern so ganz nebenbei auch den Wert deiner eigenen vier Wände. Denn spätestens mit dem Energieausweis, der ab 2009 im Falle des Verkaufs verpflichtend erstellt werden muss, sieht die Energiebilanz ohne entsprechende Maßnahmen ohnehin traurig aus und würde deine Verhandlungsposition verschlechtern. Angenehmer Nebeneffekt: Derzeit werden Investitionen, die eine Verringerung des Energieverbrauchs zur Folge haben, auch mit attraktiven Förderungen des Landes belohnt. Und damit freut sich deine Geldbörse gleich doppelt.

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