05.10.2007 12:57 |

"Staat umsiedeln"

Irans Präsident Ahmadinejad will Israel verlegen

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinejad hat ein weiteres Mal die "Verlegung" des gesamten Staates Israel vom Nahen Osten nach Nordamerika gefordert. "Kanada und Alaska haben derart große Landschaften, warum können die Israelis nicht einfach dorthin umgesiedelt werden und sich dort mit den jährlichen Zuwendungen von 30 bis 40 Milliarden Dollar eine neue Existenz aufbauen", sagte Ahmadinejad am Freitag bei einer anti-israelischen Demonstration in Teheran.

Der iranische Staatschef hatte schon vor zwei Jahren einen ähnlichen Vorschlag zur "Entfernung des Staates Israel aus der islamischen Welt" unterbreitet. Unter anderem hatte er gefordert, den neuen israelischen Staat auf deutschem oder österreichischem Boden zu errichten.

Anti-Israel-Demonstrationen
Im Rahmen der anti-israelischen Demonstrationen am Al-Quds-Tag (Jerusalem-Tag), dem letzten Tag des Fastenmonats Ramadan, stellte Ahmadinejad neuerlich das Ausmaß des Holocaust in Frage. Der Iran "betrachtet Hitler und die Henker des Zweiten Weltkriegs als schwarze und dunkle Gestalten", sagte er. "Aber die iranische Nation hat eine Frage, und so lange es darauf keine klare und vernünftige Antwort gibt, wird sie bestehen bleiben."

Ahmadinejad bekräftigte den fortwährenden Widerstand seines Landes gegen Israel "bis zur Befreiung von ganz Palästina". "Das iranische Volk und andere Völker werden nicht eher ruhen, bis das gesamte palästinensische Territorium befreit ist", sagte er in einer am Freitag im staatlichen Rundfunk ausgestrahlten Rede. An diesem Tag demonstrieren die Iraner ihre Solidarität mit den Palästinensern. Die Welt solle nicht glauben, dass der Iran oder andere Länder "ihre Hände von der Kehle der Zionisten und ihrer Anhänger nehmen", sagte Ahmadinejad. Zehntausende Iraner marschierten durch die Straßen der Hauptstadt und skandierten "Tod für Israel".

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