Öko-Super-GAU
Die Antillen-Inseln sind “regelrecht vergiftet”
Der französische Krebsspezialist Dominique Belpomme machte für die Vergiftung den Wirkstoff Chlordecon verantwortlich, dessen Schädlichkeit seit 1979 bekannt ist. Spuren dieses Gifts seien auf Guadeloupe bei allen schwangeren Frauen und neugeborenen Kindern gefunden worden. Belpomme macht das Gift auch für die überdurchschnittlich große Zahl von Prostata-Krebsfällen und Missbildungen bei neugeborenen Kindern auf den Antillen verantwortlich.
Mit verbotenem Pestizid bis 2002 weiter "gespritzt"
Chlordecon wurde im französischen Mutterland ab 1990 verboten, auf den Antillen aber erst 1993. Zudem wurde das Pestizid auf Martinique und Guadeloupe noch bis 2002 heimlich weiter eingesetzt, so dass heute Böden und Gewässer verseucht sind. Die schädliche Wirkung von Chlordecon dauert zudem lange an, weil die Substanz erst nach einem Jahrhundert abgebaut ist. Der Verzehr der behandelten Bananen ist aber unbedenklich, weil das Gift nicht durch die Schale dringt.
Ein internationales Abkommen zur Begrenzung persistenter organischer Schadstoffe sah bereits im Jahre 1979 ein vollständiges Verbot von mehreren besonders gefährlichen Pestiziden vor - darunter Chlordecon.
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