Auf zum Traumjob

So punktest du beim Bewerbungsschreiben

Wirtschaft
07.09.2007 11:18
Wenn du dich um einen neuen Job bewirbst, so führt meist kein Weg daran vorbei: Du musst dich schriftlich bei deinem Traum-Unternehmen bewerben! Das ist deine erste Chance, dich bei einem potenziellen Arbeitgeber ins rechte Licht zu rücken. Damit ist das gleichzeitig auch die kritischste Station in deinem Bewerbungsverfahren, denn hier entscheidet sich, ob du überhaupt für weitere Stufen in Betracht gezogen wirst. Krone.at gibt dir Tipps, wie du dich in der ersten Phase deiner Bewerbung ins rechte Licht rückst.

Engagement zeigen
Du solltest keinesfalls nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip arbeiten, und Standardlösungen an alle interessanten Unternehmen schicken. Dein potenzieller Arbeitgeber darf ruhig merken, dass du dich mit ihm beschäftigt hast, dass sich deine Bewerbung konkret auf ihn bezieht, und nicht irgendein Unternehmen dieser Branche meint. Dazu gehört auch, dass dein Schreiben nicht an „Sehr geehrte Damen und Herren“ gerichtet ist, sondern dass du den Namen deines Ansprechpartners verwendest. Einen Anruf sollte dir diese Information auf jeden Fall wert sein. 

Gehe im ersten Absatz deines Motivationsschreibens darauf ein, was das Unternehmen sucht – zeige deinen Nutzen. Mache dir auch durchaus die Mühe, in der Personalabteilung anzurufen, und nachzufragen, was dem Unternehmen besonders wichtig ist, welche Qualifikationen unbedingt erforderlich sind. Und dann integriere diese Kompetenz in den Worten der Personalabteilung in dein Motivationsschreiben. Einziger Haken: Du solltest die gewünschte Qualifikation auch tatsächlich anbieten können – sonst ist spätestens in der mündlichen Bewerbung Schluss. 

Nutzenbetont präsentieren
Überlege dir, welche deiner Erfahrungen für das Unternehmen von Vorteil sein könnten und warum. Und genau diese Highlights aus deinem Lebenslauf packst du in dein Motivationsschreiben. Denn je leichter die Personalabteilung erkennen kann, was du dem Unternehmen bringst, desto eher wirst du in die engere Auswahl gezogen. 

Wichtig dabei ist, dass du dich auf die maximal vier wichtigsten Punkte beschränkst, denn sonst ist das bereits wieder zu viel an Information. Der Rest ist ohnehin aus dem Lebenslauf ersichtlich. 

Einfach und klar
Achte bei deinen Formulierungen darauf, keine ellenlangen Schachtelsätze zu verwenden, und bleibe deiner Sprache treu. Schreibe nicht in hochgestochenstem Deutsch, wenn das nicht deine Ausdrucksweise ist. Das gilt insbesondere für die Verwendung von Fremdwörtern. Und eine korrekte Rechtschreibung ist selbstverständlich! Versuche weiters, Möglichkeitsformen wie „würde, könnte, sollte“ zu vermeiden – das nimmt deinen Aussagen die Bedeutung und schwächt ab. 

Aussagekräftiger Lebenslauf
Zusätzlich zu deinem Motivationsschreiben ist ein Lebenslauf Pflicht. Dieser sollte gut strukturiert und klar aufgebaut sein. Ein gutes Bewerbungsfoto gehört dazu. Dein Lebenslauf sollte so vollständig und lückenlos wie möglich sein. Pausen bis zu drei Monaten müssen im Lebenslauf nicht dokumentiert werden. Fehlen Informationen über diesen Zeitraum hinaus, dann kannst du dich darauf einstellen, dass dies bei deinem Interview angesprochen wird. Tipps dazu findest du in der Info-Box.

Hast du in deinem Leben schon mehrere Branchenwechsel oder Jobwechsel hinter dir, ist das auch kein Problem, solange du die richtige Einstellung dazu hast. Es ist keine Schande, erst herausfinden zu müssen, was dir liegt. Du hast vielschichtige Erfahrungen gesammelt, und kannst dadurch deinem Arbeitgeber einen breiteren Zugang zu vielen Dingen bieten. 

Fürsprecher nutzen
Weiters kannst du deine Bewerbung mit Referenzen aufpeppen. Geeignete Referenzgeber sind ehemalige Vorgesetzte, Auftraggeber oder Mentoren. Von Vereinskollegen, Arbeitskollegen, Freunden oder Bekannten solltest du dagegen keine Referenzen nehmen. Sie sind in den Augen eines Personalverantwortlichen nicht objektiv genug. Eine Möglichkeit ist es, die Referenz als komplettes Schreiben zu inkludieren. Eine andere besteht darin, eine Liste mit Referenzgebern beizufügen, die bei Bedarf kontaktiert werden können. Diese Menschen musst du allerdings darauf vorbereiten, dass sie möglicherweise kontaktiert werden, denn sonst dürfen sie keine Auskunft erteilen.

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