SOS-Kinderdorf

Ein Dach der Liebe am Dach der Welt

Leben
06.06.2003 11:50
In Nepal freuen sich 150 Kinder darauf, endlich ein Zuhause in einem SOS-Kinderdorf zu finden. In sieben Heimen am Dach der Welt werden bereits mehr als 1000 Mädchen und Buben betreut. Jetzt wird das achte in Bharatpur gebaut. Klick' dich durch!
Nepal feiert. Die Erstbesteigung des Mount Everestjährt sich zum fünfzigsten Mal. Grandiose Feste werdenin Kathmandu zu Ehren Edmund Hillarys zelebriert. Verklärtblickt die Welt auf das Zauberland am Himalaja. Doch im Schattender sonnenumstrahlten Bergriesen leben Kinder, die keinen Grundzum Feiern haben. Sie wurden weggelegt, im Stich gelassen, ausgesetzt.Tausende Mädchen und Buben haben kein Zuhause. Niemanden,der sie annimmt. Für viele von ihnen gäbe es keine Hoffnung,hätten sie nicht in einem der sieben SOS-Kinderdörferdes Landes ein Zuhause gefunden.
 
Unsagbare Not am Dach der Welt
Denn abseits der Bergsteigerromantik zählt Nepalzu den ärmsten Ländern. Am Dach der Welt herrscht unsagbareNot. "In unseren Häusern leben Mädchen und Buben, diewir im Rinnsal aufgelesen haben", erzählt Rabin Nepal, Kinderdorf-Leiterin Jorpati. Er kümmert sich rührend um behinderte Kinder."Papa, Papa", winken sie ihm zu. Stolz berichten die Waisenkindervon ihren Schulerfolgen. Es ist der Tag der Zeugnisverteilung.Fast alle haben die Abschlussprüfungen trotz ihrer Handicaps- viele sitzen in Rollstühlen - geschafft.
 
Was SOS-Kinderdorf seit 1973 in Nepal geleistethat, ist beeindruckend: In sieben Heimen werden mehr als 1000Mädchen und Buben betreut. Jetzt wird das achte in Bharatpurgebaut: 14 Häuser für 150 Zöglinge.
 
Man könnte meinen, es sei der GartenEden
Am Fuße des heiligen Berges Macchapuchare (7007Meter) liegt ein besonders idyllisches SOS-Dorf: In Pokhara lebentibetische Flüchtlinge. Eine entzückende Kinderscharempfängt uns mit Blumen. Hier versorgt eine Kinderdorfmutterzehn Kinder. Die Häuser sind hübsch, sauber, und injeder Ecke hängt ein Bild vom Dalai-Lama und vom Kinderdorf-GründerHermann Gmeiner. Wüsste man nicht, dass diese Menschen ausihrer Heimat vertrieben wurden, könnte man meinen, es seider Garten Eden...
 
Kinder arbeiten bis zu zwölf Stundenam Tag
Auf dem Weg zur Baustelle des neuen Kinderdorfesin Bharatpur dann wieder die traurige Realität: Mädchenund Buben, nicht älter als sieben Jahre, sitzen bei sengenderHitze am Flussufer und klopfen Steine! "Sie müssen bis zuzwölf Stunden am Tag arbeiten. Für einen Hungerlohn",erzählt unser Fahrer.
 
Dank an die "Krone"-Leserfamilie
Um nach dem Baufortschritt zu sehen, ist auch HelmutKutin, Präsident von SOS-Kinderdorf International, angereist."Grüß Gott! Es freut mich, dass die ,Kronen Zeitungund ihre Leser dieses Projekt hier in Nepal unterstützen",bedankt sich der sympathische Tiroler bei der großen "Krone"-Leserfamiliefür die Hilfe.
 
300.000 Flugkilometer im Jahr legt der charismatischeKinderdorf-Präsident zurück. Er arbeitet sieben Tagedie Woche. Und wo er auftritt, begrüßen ihn Kinderund Mütter mit Jubelstürmen. Helmut Kutin ist eine Erscheinung.Liebevoll beugt sich der 1,93 Meter Riese zu einem Mädchen,um Blumen entgegenzunehmen. Kräftig drückt er Kinderdorf-Mütterans Herz und gibt ihnen mit seinem gütigen Lächeln dasGefühl, dass sie wundervolle Arbeit leisten.
 
Für die armen Kinder muss Qualitätsein
Dann allerdings, als Kutin die Baustelle kontrolliert,zeigt sich der Tiroler als harter Verhandler. Er geht mit demSpendengeld verantwortungsvoll um und gibt dem nepalesischen Baumeisterklar zu verstehen, dass er keinen Pfusch duldet. "Dieser Balkenmuss ausgetauscht werden und die Fliesen sind von schlechter Qualität",diktiert er dem Baumeister ins Mängelbuch. Bis zur Eröffnungim November muss alles in Ordnung sein.
 
"Diners Club" unterstützt tatkräftig
Unterstützt wird die "Dach der Liebe"-Aktiondank einer rührenden Idee von "Diners Club". Wer nämlicheine so genannte "Charity"-Kreditkarte löst, spendet automatischbei jedem Einkauf, ohne dafür selbst zu bezahlen. "DinersClub" spendet pro Buchung für SOS-Kinderdorf.
 
(Text und Bilder von Christoph Matzl)
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(Bild: kmm)



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