So, 19. August 2018

Schusswechsel

06.08.2007 14:12

Soldaten feuern an Grenze von Nord- und Südkorea

An der schwerbewachten Waffenstillstandslinie am 38. Breitengrad ist es am Montag zu einem kurzen Schusswechsel zwischen Soldaten aus Süd- und Nordkorea gekommen. Auf südkoreanischer Seite sei dabei niemand verletzt worden, teilte der Generalstab in Seoul mit. Nordkoreanische Soldaten hätten aus noch ungeklärtem Grund zehn Gewehrschüsse auf einen südkoreanischen Wachposten im östlichen Teil der entmilitarisierten Zone abgegeben.

Südkoreanische Soldaten hätten daraufhin das Feuer erwidert. Es war unklar, ob dabei Soldaten der anderen Seite verletzt wurden. Es werde untersucht, ob die Nordkoreaner die Schüsse gezielt abgegeben hätten, hieß es. Es war der erste derartige Grenzzwischenfall seit einem Jahr, der bekannt wurde.

Der Schusswechsel ereignete sich drei Tage, nachdem Nordkorea die Ankündigung gemeinsamer jährlicher Truppenübungen der USA und der südkoreanischen Streitkräfte als "Provokation" kritisiert hatte. Bei der Übung "Ulchi Focus Lens" vom 20. bis 31. August geht es nach Angaben der US-Streitkräfte in Südkorea um die computergestützte Simulation eines Kriegs auf der ostasiatischen Halbinsel. Nordkorea wurde von dem Manöver wie üblich vorher informiert.

Militärische Zwischenfälle selten
Die UN-Waffenstillstandskommission kündigte eine Untersuchung des Vorfalls vom Montag an. Militärische Zwischenfälle an der Demarkationslinie sind nach dem ersten innerkoreanischen Gipfeltreffen im Juni 2000 seltener geworden.  Die USA haben derzeit rund 30.000 Soldaten in Südkorea stationiert. Bis heute gibt es keinen Friedensvertrag auf der Halbinsel.

An diesem Dienstag wollen im Waffenstillstandsort Panmunjom Vertreter aus sechs Ländern (Nord- und Südkorea, USA, China, Japan, Russland), die an den sogenannten Sechser-Gesprächen über ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms beteiligt sind, über Wirtschaftshilfen für Nordkorea beraten. Dem Land winken für die Beseitigung seines gesamten Atomprogramms unter anderem weitere Energie- und Wirtschaftshilfen, eine Normalisierung im Verhältnis zu den USA sowie ein Ende der Sanktionen. 

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