31.07.2007 22:29 |

Friedensmission

Die UNO schickt 26.000 Blauhelme nach Dafur

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am Dienstag nach monatelangen Verhandlungen einstimmig die Entsendung einer rund 26.000 Mann starken Friedensmission in das sudanesische Krisengebiet Darfur beschlossen. Die Mission ist die bisher umfangreichste und eine der teuersten Blauhelm-Operationen der Vereinten Nationen.

Die Truppe, bestehend aus Kräften der UNO und der Afrikanischen Union (AU), soll zunächst für 12 Monate eingesetzt werden und so rasch wie möglich von der bisherigen aus rund 700 Kräften bestehende AU-Truppe die Verantwortung für den Friedensprozess in Darfur übernehmen.

Die Kämpfe zwischen arabischen Milizen und afrikanischen Stämmen in Darfur haben UNO-Schätzungen zufolge mindestens 200.000 Menschenleben gekostet. Mehr als eine Viertel Million Menschen wurden vertrieben.

Der britische Premierminister Gordon Brown, der nach seinem Antrittsbesuch bei US-Präsident George W. Bush in Washington einen Abstecher nach New York machte, hatte die Sanktionen schon am Wochenende angedroht, sollte der Sudan sich nicht an die Auflagen der mehrfach überarbeiteten Resolution halten. "Wenn es zu einer Verletzung des Waffenstillstands kommt, wird es weitere Sanktionen geben", sagte Brown. Darfur sei das "größte humanitäre Desaster", das die Welt je erlebt hätte.

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