"Saubere Energie"
Brasilien baut Atomprogramm aus
Für die Fertigstellung des vor gut 20 Jahren unterbrochenen U-Boot-Projekts veranschlagte Lula in einem auf acht Jahre ausgelegten Programm rund 68 Millionen Dollar (49,8 Mio. Euro). Es könne aber auch schneller gehen, wenn mehr Geld vorhanden sei, fügte er hinzu.
Brasilien gehört wie Argentinien zu den Unterzeichnern des Atomwaffensperrvertrags und des Atomteststopp-Abkommens. Laut der Internationalen Atomenergie-Organisation verfügten beide Länder zwar schon über die technische Ausstattung, hatten bisher aber nicht die Absicht zum Bau von Nuklearwaffen, kommen dafür aber sehr wohl in Frage. Lula betonte aber, dass sein Land nicht nach Atomwaffen strebe.
Im Hinblick auf das Atomkraftwerk Angra III im Bundesstaat Rio de Janeiro sagte Lula, es handle sich um eine saubere und sichere Art der Energieerzeugung. Daher sei der Bau weiterer Atomkraftwerke „wenn nötig“ denkbar. Vor zwei Wochen hatte das nationale Komitee für Energiepolitik die Fortsetzung des Bauvorhabens gebilligt. Angra III, für das Investitionen in Höhe von mehr als 3,5 Milliarden Dollar vorgesehen sind, soll nach Plan im Jahr 2013 ans Netz gehen. Bisher schlug der Bau bereits mit 750 Millionen Dollar zu Buche.
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