06.07.2007 13:57 |

Zurückgezogen

Israels Armee beendet Offensive im Gazastreifen

Die israelische Armee hat eine Offensive im Gazastreifen beendet, bei der elf Palästinenser getötet wurden. Die israelischen Truppen hätten sich in der Nacht auf Freitag aus dem Gazastreifen zurückgezogen, teilte ein Armeesprecher mit. Unter den elf Toten sind nach Medizinerangaben sechs Mitglieder des bewaffneten Arms der radikalislamischen Hamas, der Ezzedin-al-Kassam-Brigaden.

Außerdem seien bei den Einsätzen 25 Menschen, darunter auch Zivilisten, verletzt worden. Fünf von ihnen schweben noch in Lebensgefahr. Zwei israelische Soldaten wurden zudem nach Armeeangaben durch eine Panzerabwehrrakete verletzt.

An der israelischen Offensive waren nach Angaben von Augenzeugen nur rund hundert Soldaten beteiligt, die von Panzern und Kampfhubschraubern unterstützt wurden. Die Armee hatte demnach mit ihrem Beschuss sechs Häuser beschädigt und einen früheren Stützpunkt der palästinensischen Sicherheitskräfte vollständig zerstört. Außerdem seien zwei Hektar Ackerland zerstört worden.

Seit vergangenem Samstag wurden bei Offensiven der israelischen Armee 18 Menschen getötet. Es waren die ersten Einsätze, seit die Hamas Mitte Juni die Macht im Gazastreifen übernommen hatte.

Bulgarischer Ingenieur im Gazastreifen entführt
Im Gazastreifen ist unterdessen auch ein palästinensischer Ingenieur mit bulgarischem Pass entführt worden. Die palästinensischen Behörden müssten alle notwendigen Maßnahmen zur Befreiung des Mannes ergreifen, forderte das bulgarische Außenministerium in Sofia.

Hinter der Entführung steckt nach Angaben des palästinensischen Botschafters in Sofia wahrscheinlich eine bewaffnete Untergruppen der Hamas. Der Vater des Entführten sagte im bulgarischen Staatsfernsehen, sein Sohn sei ein Anhänger der Fatah.

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