Terror bei den Briten
Polizei hat angeblich den Bombenbauer entlarvt
Wie die Zeitung unter Berufung auf Polizeikreise berichtete, gehen die Ermittler davon aus, dass der Mann die vor allem aus Gasflaschen und Benzinkanistern bestehenden Sprengsätze gebaut hat. Die Polizei hatte den Namen des Inders zuvor mit Khalid Ahmed angegeben. Er hatte mit dem Iraker Bilal Abdullah versucht, mit einem brennenden Geländewagen, in dem sich ein Sprengsatz befand, in die Halle des Airports von Glasgow zu rasen. Die beiden Männer waren überwältigt und festgenommen worden.
Der angebliche Bombenbauer soll auch die beiden Mobiltelefone zu Zündern umfunktioniert haben, die für zwei versuchte Autobombenanschläge in London am Freitag benutzt wurden, jedoch nicht funktionierten. Das Versagen der Zünder könnte nach Einschätzung von Beobachtern ein Grund dafür sein, dass die Männer einen Tag danach versuchten, den Sprengsatz in dem Geländewagen durch die Entzündung von Benzin hochgehen zu lassen.
Bereits in den Vortagen hatten britische Medien berichtet, die Polizei gehe davon aus, dass Ahmed und Abdullah die Autos mit den Sprengsätzen in London platziert hatten. Khalid Ahmed ist den Zeitungsangaben zufolge der Bruder des in Liverpool festgenommenen Terrorverdächtigen Sabeel Ahmed. Die Brüder und zwei weitere der insgesamt acht inhaftierten mutmaßlichen Terroristen sollen sich 2005 in Cambridge kennen gelernt haben. Später hätten sie mit den anderen vier eine Terrorzelle mit Verbindungen zum Netzwerk El Kaida gebildet.
Derweil setzte die Polizei am Donnerstag die Verhöre der Verdächtigen fort. Weitere offizielle Angaben wurden dazu nicht gemacht. Nach der Festnahme der acht Verdächtigen, die alle beim staatlichen Gesundheitswesen beschäftigt waren, hat Großbritannien seine Terrorwarnung inzwischen von der höchsten auf die zweithöchste Stufe gesenkt. Es gebe derzeit keine geheimdienstlichen Erkenntnisse mehr, wonach "ein terroristischer Angriff unmittelbar bevorstehen" könnte, erklärte Innenministerin Jacqui Smith dazu am Mittwoch.
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