30.06.2007 16:21 |

Schrill und bunt

Tanzen unterm Regenbogen

Noch bunter als in den Vorjahren hat sich am Samstag die zwölfte Wiener Regenbogenparade in der Innenstadt gezeigt. Unter dem programmatischen Motto "Sei wie Du bist!" hatten sich heuer besonders viele der Teilnehmer in Verkleidung auf dem gut zwei Kilometer langen Demonstrationszug vom Stadtpark entlang der Ringstraße bis hin zum Schwarzenbergplatz eingefunden.

Pünktlich zum Paradenstart hatte das Wetter von Regen auf strahlenden Sonnenschein und Hitze umgeschwenkt. Das Spektrum der Demonstranten aus allen Altersstufen reichte dabei von der als Pfauen drapierten balinesischen Fußgruppe, über Sambatänzer bis hin zur von "Ledersklaven" gezogenen Kutsche (Bilder siehe Infobox).

Ein großes Thema der Demonstrationsschilder war auch in diesem Jahr wieder die eingetragene Partnerschaft für Homosexuelle. Eine ironische Forderung lautete dabei etwa: "Kein Sex vor der Homoehe." Die SPÖ-Vorfeldorganisation Sozialdemokratie & Homosexualität (SoHo) verknüpfte die Forderung nach einem Partnerschaftsgesetz mit den Eurofightern und proklamierte trotz der zu Wochenbeginn von SPÖ- Verteidigungsminister Darabos verkündeten Einigung bei den Kampffliegern: "Standesamt statt Eurofighter".

Am Schluss des Zuges fand sich wie immer die Wiener Straßenreinigung (MA 48). Diese verkaufte ihre T-Shirts "Wien kehrt andersrum" und säuberte zugleich die Ringstraße von den Hinterlassenschaft der Demonstration.

Punkt 16.00 Uhr stand die Demonstration für eine Minute still. Mit der traditionellen Gedenkminute wird den Opfern homophober Gewalt und den an Aids Verstorbenen gedacht. Begeistert von der großen Zahl der Teilnehmer zeigte sich Paradenorganisator Christian Högl. Er schätze heuer 120.000 Teilnehmer - gegenüber rund 100.000 in den Vorjahren. "Das Konzept mit Vienna Pride ist voll aufgegangen", unterstrich er.

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