KGB-Agent plaudert
Lugowoi belastet Briten bei Litwinenko-Tod
Außerdem halte er es für möglich, dass der im Londoner Exil lebende Oligarch Boris Beresowski für den Tod Litwinenkos verantwortlich sei, fügte Lugowoi hinzu. Beresowski galt als Vertrauter Litwinenkos. Lugowoi soll vor Beresowskis Flucht in den Westen als Sicherheitsfachmann für dessen TV-Sender ORT gearbeitet haben.
Litwinenko habe "gestanden", Dokumente des russischen Sicherheitsrats beiseite geschafft zu haben, sagte Lugowoi weiter. Er habe für den britischen Auslandsgeheimdienst MI-6 gearbeitet. Dieser habe auch ihn anwerben wollen. "Die Engländer schlugen mir kurz gesagt vor, belastendes Material über Putin und seine Familie zu sammeln", sagte Lugowoi.
Die britische Generalstaatsanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche eine Anklage gegen Lugowoi empfohlen. Die russischen Behörden erklärten jedoch, sie wollten dem Auslieferungsantrag der britischen Regierung nicht Folge leisten.
Briten weisen Lugowois Anschuldigungen zurück
Das britische Außenministerium wies die Mutmaßungen zurück. "Das ist ein krimineller Fall, und keine Angelegenheit des Geheimdienstes", sagte ein Sprecher. "Ein britischer Bürger wurde in London getötet und britische Bürger und Besucher wurden einem Risiko ausgesetzt."
Die Position des Außenministeriums in London sei klar. Ein Antrag auf die Auslieferung Lugowois an Großbritannien sei Russland überreicht worden. "Wir warten nun auf eine offizielle Antwort." In Aussagen haben die russischen Behörden das Auslieferungsgesuch zurückgewiesen.







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