„Einmal schaut er direkt in die Kamera - da muss ihn das Surren interessiert und der Blitz geblendet haben“, freut sich der Bärenanwalt über sein Jagdglück, das ein Bewegungsmelder ermöglicht hat: Der Apparat hängt seit drei Jahren auf Bäumen in Revieren, wo der 200 Kilo schwere Koloss gespürt worden war - gesehen hat man ihn fast nie. Geknipst sind vorher nur Vögel, Rehe und Füchse worden. Gefilmt nur zahme Bären aus Tierparks und Freigehegen: „Es gibt seit 1989 nur 15 echte Bärenbilder aus freier Wildbahn in ganz Österreich“, weiß Wagner, dass viel geschummelt wird.
Weil nach all den Jahren einmal beim Batteriewechsel die Datumsanzeige der Fotofalle nicht korrigiert worden war, weiß man jetzt nicht genau, wann „Moritz“ auf 800 Meter Seehöhe im Höllengebirge geknipst wurde. Aber am Wochenende war er schon wieder ganz woanders: Er hinterließ frische Spuren hinter der Drachenwand am Mondsee.
Keine Angst: Der wohlgenährte Bär ist ein menschenscheuer Vegetarier, der zu faul zum Jagen ist.
Foto: Wagner/Gertenbach
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