Imker klagte

Gerichtsurteil stärkt Gentech-Gegnern Rücken

Das Bayerische Verwaltungsgericht Augsburg stärkt nun auch Oberösterreichs Gentechnik-Gegnern mit einem Urteil massiv den Rücken: Ein Hobby-Imker hat erfolgreich gegen die Verunreinigung seines Honigs durch Genmais-Pollen von Versuchsfeldern geklagt, nun muss der Genmais vor der Blüte geerntet werden.

Der bayrische Hobby-Imker konnte Rückstände der gentechnisch veränderten Maissorte MON 810 in seinen Produkten nachweisen. In 500 Metern Entfernung von seinen Bienenstöcken unterhält der Freistaat Bayern ein Versuchsfeld mit Genmais. Laut Gerichtsurteil muss dieser spezielle Mais nun vor der Blüte geerntet oder massiv zurückgeschnitten werden! Die Begründung: „Die Gefahrenabwehr und Risikovorsorge ist in erster Linie Aufgabe desjenigen, der mit gentechnisch veränderten Produkten umgeht, und nicht desjenigen, dessen Erzeugnisse gegen seinen Willen verunreinigt werden.“

Gentech-Gegner wie Umweltlandesrat Rudi Anschober (Grüne) sehen sich doppelt bestätigt: „Nämlich in der Sinnhaftigkeit unseres starken Widerstandes und in unserer Darlegung, dass das Nebeneinander von Gentech-Anbau und konventioneller Landwirtschaft und Imkerei unmöglich ist.“

 

 

 

Foto: Klaus Kreuzer

Freitag, 07. Mai 2021
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