Skandal-Befehl
Soldat soll beim Schießen an Schwarze denken
Ausland
16.04.2007 16:00
Ein Video, in dem ein Rekrut der deutschen Bundeswehr während der Ausbildung zum fiktiven "Feuern" auf Afroamerikaner im New Yorker Stadtteil Bronx aufgefordert wird, hat in den USA Empörung ausgelöst. Dem Rekruten wird in der Aufnahme befohlen, "Motherf***er" zu schreien und beim Schießen an die bösen Schwarzen zu denken.
Der Bürgermeister der New Yorker Bronx, Adolfo Carrion, forderte die deutsche Bundesregierung auf, sich von dem Video zu distanzieren, und verlangte eine Entschuldigung von der Bundeswehr. Der demokratische New Yorker Staatssenator Jeff Klein aus der Bronx verlangte ebenfalls eine Entschuldigung. Mit dem Video seien nicht nur die Einwohner des Stadtteils, sondern alle Afroamerikaner beleidigt worden, zitierten ihn US-Medien.
Den Link zum Video findest du in der Info-Box!
Der Vorfall in der Kaserne in Rendsburg soll sich im Juli 2006 ereignet haben. Das Video zeigt einen Grundwehrdienst-Leistenden am Maschinengewehr, dem von seinem Vorgesetzten befohlen wird, beim Feuern an Afroamerikaner zu denken und Schimpfworte zu rufen.
Das zuständige Presseinformationszentrum der Streitkräfte-Basis in Bonn teilte mit, es werde geprüft, ob gegen zwei Ausbilder dienstrechtliche Maßnahmen ergriffen werden müssten.
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