Tornado abgestürzt
Deutscher Tornado in der Schweiz abgestürzt
Einer der beiden Piloten habe vor dem Aufprall der Maschine den Schleudersitz betätigen können, sagte ein Polizeisprecher. Er sei danach mit dem Fallschirm in der Felswand hängen geblieben. Dieser Pilot sei mit leichteren Verletzungen davongekommen. Der zweite Pilot sei tot auf dem Trümmerfeld unterhalb der Felswand auf einem Gletscher gefunden worden.
Der Tornado sei in Korsika gestartet und auf dem Militärflugplatz Emmen zwischengelandet, sagte ein Sprecher der Schweizer Luftwaffe. Anschließend sei die Maschine auf dem Rückweg nach Deutschland zu einem bewilligten Navigationsflug gestartet. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt bestätigte diese Darstellung, sagte aber, die Maschine sei im französischen Nimes gestartet. Ziel in Deutschland sei Lagerlechfeld in der Nähe von Augsburg gewesen.
Die Bergungsaktion war durch große Eis- und Steinschlaggefahr behindert. Die Absturzstelle liegt rund 3.250 Meter über dem Meeresspiegel in einer Felswand. Waffen hatte der Tornado nach bisherigen Erkenntnissen der Behörden nicht an Bord.
Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin betonte, dass es keine Verbindung zu dem Tornado-Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan gebe. Der abgestürzte Tornado habe nicht zu den zwei Kampfjets der Bundeswehr gehört, die am 2. April im Rahmen des Afghanistan-Einsatzes nur bis Sardinien statt weiter in Richtung Afghanistan geflogen waren.
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