Soldatenverhaftung
Briten rufen Sicherheitsrat an
Wenigstens ein kleines Zugeständnis kommt vom Iran: Man will britischen Diplomaten erlauben, die gefangen genommenen Soldaten zu sehen, wie Irans Außenminister Mottaki am Mittwoch sagte. Einen Zeitpunkt nannte Mottaki allerdings nicht.
Soldaten sollen „so bald wie möglich“ freikommen
Mottaki dämpfte auch Hoffnungen, dass die einzige festgehaltene Soldatin schon am Donnerstag frei kommen könnte. Diese Frage werde „so schnell wie möglich geklärt“, sagte der Minister. Berichte, wonach sie schon am Donnerstag frei gelassen werde, seien falsch. „Da wurde ich vielleicht falsch zitiert“, meinte Mottaki. Seinen Angaben zufolge soll die Soldatin „so bald wie möglich“ freikommen.
Briten sollen „Fehler“ eingestehen
Für eine Lösung der Krise müsse Großbritannien einräumen, dass die Seeleute in iranische Hoheitsgewässer eingedrungen seien, betonte Mottaki. „Zuerst müssen sie eingestehen, dass sie einen Fehler gemacht haben. Aber unglücklicherweise haben die Briten ihren Fehler nicht eingeräumt.“
„Völlig inakzeptabel“
Die Marinesoldaten waren am Freitag vergangener Woche verschleppt worden, als sie ein Handelsschiff kontrollieren wollten. Das britische Verteidigungsministerium veröffentlichte Beweismaterial, wonach die Soldaten mehr als drei Kilometer von der iranischen Grenze entfernt aufgegriffen worden seien. Gleichzeitig brach London alle bilateralen Kontakte zu Teheran ab. Das iranische Staatsfernsehen zeigte am Mittwoch ein Video mit den Soldaten. Die britische Regierung bezeichnete die Ausstrahlung der Aufnahmen als „völlig inakzeptabel“.
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