Nonne gekreuzigt

Rumänien: 14 Jahre Haft für Teufelsaustreiber

Ausland
20.02.2007 10:40
Prozess um den Tod einer jungen Nonne bei einer Teufelsaustreibung in einem orthodoxen Kloster in Ostrumänien ist ein Pfarrer am Montag zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht habe den Mann der Freiheitsberaubung mit Todesfolge schuldig gesprochen, berichtete die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax. Drei Nonnen wurden als Komplizinnen zu fünf Jahren und die Äbtissin des Klosters zu acht Jahren Haft verurteilt. Bei der Verkündung des Urteils in der ostrumänischen Stadt Vaslui demonstrierten 50 Sympathisanten des Pfarrers lautstark für dessen Freispruch.

Die Verurteilten müssen zudem zusammen mit dem lokalen orthodoxen Bistum ein Schmerzensgeld in Höhe von ungerechnet rund 3.000 Euro an die Mutter des Opfers zahlen.

Der Pfarrer und die vier Schwestern hatten im Sommer 2005 im ostrumänischen Kloster Tanacu eine 23 Jahre alte Nonne an ein Kreuz gefesselt und ihr drei Tage lang keine Nahrung gegeben. Die junge Frau starb an den Folgen dieser Misshandlung. Bei den Ermittlungen hatte sich herausgestellt, dass das Opfer psychisch krank war und sich deswegen auffällig verhalten hatte. Der Pfarrer und die Nonnen hatten deswegen angenommen, die Frau sei vom Teufel besessen. Die rumänisch-orthodoxe Kirche entließ nach der Teufelsaustreibung sowohl den Pfarrer als auch die Klosterschwestern.

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