Zahlreiche Tote
Lastwagen explodiert vor Polizei-Station
Ein weiterer Selbstmordanschlag im Bagdader Armenviertel Sadr City kostete mindestens 17 Menschen das Leben. Mehr als 30 wurden nach Polizeiangaben verletzt, als der Attentäter in seinem Auto den Sprengsatz zündet. Der Anschlag ereignete sich in der Nähe des Mereidi-Marktes, einer der beliebtesten Einkaufsmöglichkeiten in dem Stadtteil.
Vier Menschen starben zudem in der Hauptstadt, als in der Nähe eines Büros der Bewegung des radikalen Schiiten-Predigers Muktada al- Sadr eine Bombe in einem Bus explodierte. Elf weitere Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt.
Anschlagserie
Die Zahl der Todesopfer der Anschlagserie in Bagdad vom Dienstag stieg unterdessen auf mehr als 100 an. Krankenhausärzte und die Polizei teilten am Mittwoch mit, 236 Menschen seien bei den Terrorattacken verletzt worden. Allein bei dem Angriff auf die Mustansiriya-Universität seien 70 Menschen getötet worden, darunter 60 Studenten. Die Universität blieb am Mittwoch geschlossen. Alle anderen Hochschulen waren nach Angaben von Augenzeugen geöffnet, allerdings blieben viele Studenten aus Furcht vor weiteren Anschlägen den Vorlesungen fern.
Die US-Armee nahm am Mittwoch nach eigenen Angaben bei Razzien in Mossul, Yussifiya und Ramadi 28 "mutmaßliche Terroristen" gefangen, darunter einen mutmaßlichen Anführer der Al-Kaida-Terroristen in Mossul.
Symbolbild
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