Di, 23. Oktober 2018

Zwölf Opfer bekannt

24.11.2017 15:19

Patienten missbraucht: Physiotherapeut in U-Haft

Schauderhafte Vorwürfe gegen einen Physiotherapeuten in Oberöberösterreich: Der Mann soll zwischen 2013 und 2017 mindestens zwölf Patientinnen sexuell missbraucht haben. Bei den Opfern handelt es sich großteils um betagte Frauen. Der Mann war im Juli festgenommen worden, nachdem zwei Pensionistinnen Anzeige erstattet hatten.

Im heurigen Sommer hatten eine 77- und eine 90-Jährige unabhängig voneinander Anzeige erstattet. Der Mann, der von einer Hilfsorganisation an die Patientinnen vermittelt worden war, hatte diese wöchentlich in ihren Wohnungen für angebliche Therapieeinheiten besucht. Dort habe er sich während der Behandlungen an den Frauen vergangen, so die Ermittler.

Suche nach weiteren Opfern
Diese beiden Taten soll der Niederländer im Zeitraum von Mai bis Dezember 2015 bzw. von April bis Mai 2017 verübt haben. Die Therapien wurden von den Pensionistinnen aufgrund der Vorfälle beendet. Der 45-Jährige wurde im Juli in U-Haft genommen. Die Polizei war bereits damals davon ausgegangen, dass es weitere Opfer gibt.

Alleinstehende und gebrechliche Frauen
Daher überprüften die Ermittler den Patientinnenstock des Mannes: 62 großteils betagte, alleinstehende und gebrechliche Frauen, alle aus Linz, die zwischen 2013 und 2017 bei dem 45-Jährigen in Behandlung waren, wurden befragt. In zehn weiteren Fällen soll es laut Ermittlern sexuellen Missbrauch oder in diese Richtung gehende bedenkliche Handlungen gegeben haben. Die Opfer sind zwischen 67 und 90 Jahre alt.

Zehn Jahre Haft drohen
Die Staatsanwaltschaft Linz hat den Mann in drei Fällen angeklagt - zweimal wegen sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Person, einmal wegen sexueller Belästigung. Dem Beschuldigten drohen ein bis zehn Jahre Freiheitsstrafe. Der Verdächtige hat bisher nicht gestanden, er befindet sich nach wie vor in U-Haft.

 krone.at
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