29.12.2006 12:56 |

Seltsamer Tick

Ex-Beatle Paul McCartney stöbert gern im Müll

Sir Paul McCartney hat offenbar eine seltsame Leidenschaft. Der Ex-Beatle nimmt sich der Dinge an, die andere Leute achtlos wegwerfen - wie ein Lumpensammler. „Ich bin der Typ, der an keinem Müllcontainer vorbeigehen kann. Ich denke dann jedes Mal, das kann man doch noch brauchen“, gestand der 64-jährige Musiker der "Sun". Aber auch an teueren Bildern kann Paulchen, der selbst malt, offenbar nicht vorbeigehen…

Wenn er beispielsweise ein Stück Holz sehe, denke er gleich daran, wie gut es sich als Regal machen würde. Und beim Anblick eines Fahrradsattels käme ihm eine Skulptur von Picasso, die einen Stierkopf darstellt, in den Sinn. „Ich denke dann: 'Das ist eine interessante Form. Hat er nicht auch einen Fahrradsattel verwendet?'“. Man müsse ihn oft gewaltsam von einem Müllhaufen wegziehen, sonst würde er nicht aufhören, darin nach Brauchbarem zu stöbern.

Mehr als auf Müll steht McCartney aber auf teure Gemälde, die unbeachtet in Häusern herum hängen. Im Scheidungskrieg mit Noch-Ehefrau Heather Mills hat er sich jetzt angeblich in einer Nacht- und Nebelaktion mehrere wertvolle Gemälde gesichert. Wie die "Sun" am Freitag berichtete, ließ McCartney unter anderem Werke von Renoir und Picasso aus einem Haus auf seinem Landsitz Peasmarsh abtransportieren, das eigentlich Mills zur Verfügung steht.

Mills habe das Fehlen der Gemälde im Gesamtwert von knapp 15 Millionen Euro bemerkt, als sie jetzt in das Haus kam, um es für eine Silvesterparty herzurichten. Sie habe zunächst an Diebstahl gedacht, sei aber von McCartney in einer SMS über den Abtransport der Bilder informiert worden.

Der "Mirror" hatte berichtet, McCartney wolle, dass Mills bei der Scheidung völlig leer ausgeht. Demnach argumentiert er, dass sein Geld- und Sachvermögen aus der Zeit vor der Eheschließung mit Mills im Jahr 2002 stamme und er seither durch zu teure Welttourneen Verluste gemacht habe. Außerdem sei er mit 300 Millionen Pfund (knapp 450 Millionen Euro) weniger reich als allgemein angenommen. Das Paar hatte sich im Mai nach knapp vier Jahren Ehe getrennt.

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