Ehekrach im Flieger
Ehestreit verursacht Notlandung
Der Streit des Randalierers mit seiner Frau war derartig eskaliert, dass die Besatzung des Flugzeuges es aus Sicherheitsgründen für besser hielt, den Flug von Moskau nach Genf in Prag zu unterbrechen. Der Mann hatte gedroht, die Maschine zu sprengen und auch eine Kursänderung nach Ägypten verlangt.
Polizei ging von einer Entführung aus
Nachdem der Pilot wegen einer "Notlage an Bord" um die Erlaubnis zur Notlandung auf dem Flughafen in Prag gebeten hatte, trat dort sofort ein Krisenstab zusammen. Die Polizei nahm eine Entführung an!
Rettungsteams und Feuerwehr eilten nach der Landung um 10.42 Uhr auf das Flugfeld. Als die Beamten den angeblich entführten Airbus-Fieger betraten, herrschte dort allerdings schon wieder Normalität. Passagiere hatten den rasenden Russen bereits überwältigt.
"Roch auf sieben Meilen nach Alkohol"
Berichten tschechischer Medien zufolge war der angebliche Entführer mit acht Mitgliedern seiner Familie unterwegs, unter ihnen drei Kinder. Augenzeugen erzählten, der betrunkene Mann habe klar spontan gehandelt. "Der Mann hat auf sieben Meilen nach Alkohol gerochen", sagte Ilja Lewitow, der sich ebenfalls an Bord der Maschine befand. Er soll auch versucht haben, die Tür zum Cockpit aufzureißen.
Lage beruhigte sich schnell
Nachdem alle Details geklärt waren, durchsuchte die Polizei noch das Gepäck der Passagiere, weil der randalierende Fahrgast gedroht hatte, die Maschine in die Luft zu sprengen. Danach beruhigte sich auch die Situation auf dem Prager Flughafen Ruzyne relativ schnell. Auch der Flugverkehr wurde durch den Zwischenfall nicht beeinträchtigt.
Passagiere sind wohlauf - Flug fortgesetzt
Aeroflot zufolge setzte die Maschine nach einer Überprüfung auf eventuelle Schäden ihren Flug nach Genf fort. Die Passagiere seien alle wohl auf. Nach Auskunft eines Genfer Flughafensprechers sind die Mehrheit von ihnen russische Touristen, die ihre Ferien in den Schweizer Alpen verbringen wollen. Auch der Randalierer war mit seiner Familie auf dem Weg in die Schweiz.







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.