Nach 20 Jahren
Millionen-Bankräuber in Paris gefasst
Ausland
26.12.2006 16:49
Mehr als 20 Jahre nach einem der größten Banküberfälle in Frankreich hat die Polizei einen mutmaßlichen Täter gefasst. Der 48-jährige Miloud Hai wurde bereits am Freitag in seiner Wohnung in Paris festgenommen. Der Algerier war an dem Millionen-Raub beteiligt, bei dem ein bewaffnetes Kommando eine Filiale der Notenbank Banque de France überfallen und umgerechnet 13,4 Millionen Euro erbeutet hatte.
Bei dem Bankraub hatte die Bande einen über dem Geldinstitut wohnenden Kassierer und dessen Familie als Geiseln genommen und die etwa 30 Bankangestellten in Schach gehalten, das Geld in zwei Wagen verstaut und die Flucht ergriffen.
Hai wurde Anfang 1988 kurzfristig festgenommen. Damals gab er an, die Fahrzeuge geliefert und die Waffen versteckt zu haben. Wieder auf freien Fuß gesetzt, tauchte er unter. Im Dezember 1992 wurde Hai dann in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt. Im selben Monat stellte eine andere Bande beim Überfall auf die Banque de France im südfranzösischen Toulon den noch heute in Frankreich geltenden Rekord auf: Ihre Beute betrug umgerechnet 22,46 Millionen Euro.
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