Do, 18. Oktober 2018

Ukrainerin in Haft

21.10.2017 08:02

Lieferte sich Todesraserin (20) illegales Rennen?

Hat sie das Leben von fünf unschuldigen Menschen auf dem Gewissen, weil sie sich durch eine leichtsinnige Raserei einen Kick holen wollte? Die Millionärstochter Alyona Zaitseva befindet sich nach einem von ihr verursachten Autounfall in der Ukraine in Haft. Die Bilder einer Überwachungskamera lassen nun Schlimmes vermuten: Die 20-Jährige dürfte sich vor dem Crash mit einem anderen Autolenker ein illegales Straßenrennen geliefert haben.

Die nun aufgetauchten Bilder zeigen Zaitseva mit ihrem Lexus Mittwochnacht neben einem anderen Wagen durch die Straßen im ostukrainischen Charkiw rasen. Wie mehrere Medien berichten, sei die Millionärstochter dabei mit etwa 100 km/h statt der erlaubten 50 km/h unterwegs gewesen.

Bei Rot über Kreuzung gerast
Wenig später kam es dann zum folgenschweren Unfall: Zaitseva raste bei Rot über eine Kreuzung und rammte mit voller Wucht einen Volkswagen. Daraufhin verlor sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug, schlitterte damit auf einen Gehsteig und erfasste mehrere Passanten. Fünf Menschen - unter ihnen ein 15 Jahre altes Mädchen - starben. Sechs weitere Menschen wurden teils schwer verletzt, drei von ihnen befinden sich derzeit im Koma.

Mehrmals bei Delikten im Straßenverkehr erwischt
Zaitseva, die auch an jenem Abend von ihren Bodyguards, die in einem Wagen hinter ihr fuhren, begleitet wurde, war der örtlichen Polizei durch ihr Fehlverhalten im Straßenverkehr bereits vor dem Unfall bekannt. Laut Medienberichten war sie in den vergangenen zwei Jahren nicht weniger als achtmal beim Begehen von Verkehrsdelikten erwischt worden. Die höchste Strafe: rund 15 Euro.

20-Jährige verweigert Aussage
Die 20-Jährige verweigert derzeit jegliche Aussage. Ihr drohen im Fall einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft. Dass sie jemals zu dieser Strafe verurteilt wird, bezweifeln jedoch viele. So wird befürchtet, dass ihr Vater, der mit seinem Energiekonzern zum Multimillionär wurde, seinen Einfluss nutzen könnte, um seine Tochter vor dem Gefängnis zu bewahren.

 krone.at
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