Mi, 20. Juni 2018

Nach Luger-Aussage:

08.09.2017 07:21

Aktenaffäre hält die Stadtpolitik weiter auf Trab

Die Linzer Affäre um verschleppte und daher verjährte Strafverfahren hält die Stadtpolitik weiter auf Trab. Trotz Korruptionsstaatsanwaltschaft im Nacken und Bundesrechnungshof am Horizont entschloss sich Stadtchef Klaus Luger (SPÖ) am Donnerstag (7. September 2017) doch dazu, im Kontrollausschuss auszusagen.

Ursprünglich hieß es, Luger wolle nichts sagen, weil er ja oberster Beschuldigter im Ermittlungsverfahren der Korruptionsstaatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs ist. Jedoch ist der Aufklärungsdruck - auch seitens des Landes Oberösterreich - mittlerweile so groß geworden, dass sich der SPÖ-Stadtchef doch dazu entschloss, in der Sitzung des städtischen Kontrollausschusses Fragen zu beantworten.

Affäre schwelt seit Sommer 2016

Fragen gab es viele, beginnend mit dem Sommer 2016, in dem Luger zum ersten Mal von der Finanzpolizei hörte, dass es Probleme mit Strafverfahren in seinem Magistrat gebe. An denen er offenbar wenig ändern konnte, weil im Juni die Finanzpolizei die Causa dann anzeigte.

Prüfung selbst eingeleitet
Wichtig war Luger gestern der Hinweis, dass er selbst Anfang Juni diesen Jahres das städtische Kontrollamt mit einer vertieften Prüfung der Causa beauftragt habe. "Ich werde das Ergebnis abwarten. Erst dann weiß ich, um wie viele Fälle es sich tatsächlich handelt und um welche entgangenen Beträge es hier geht", erklärt Luger.
Die "Aufdecker-Allianz" aus ÖVP, Grünen und Neos will nun weitere Politiker und leitende Beamte in den Ausschuss einladen. Insbesondere Noch-Personalreferent Christian Forsterleitner (SPÖ) und FPÖ-Vizebürgermeister Detlef Wimmer, obwohl Letzter fachlich nicht für die Strafverfahren zuständig ist.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.