Mo, 17. Juni 2019
12.08.2017 16:48

Neuer Quereinsteiger

Polizeigeneral Mahrer tritt für Liste Kurz an

Die Sicherheit ist eines der zentralen Themen im Wahlkampf von ÖVP-Chef Sebastian Kurz. Für diesen Bereich hat er nun einen weiteren prominenten Quereinsteiger gefunden: Wiens Landespolizeivizepräsidenten Karl Mahrer. "Ich spüre, dass die Polizei an ihre Grenzen stößt. Es braucht jetzt neue und bessere Gesetze", betont Mahrer, der auf dem neunten Listenplatz kandidieren wird.

Karl Mahrer ist seit mehr als 40 Jahren bei der Exekutive, er stieg vom Streifenpolizisten zum General auf. Schon zu seiner Zeit als Wiener Landespolizeikommandant wurden Mahrer, der immer als ÖVP-nahe galt, aber stets gut mit der SPÖ - und die Rathaus-Roten mit ihm - konnte, politische Ambitionen nachgesagt.

"Dafür sorgen, dass Österreich sicher bleibt"
Jetzt quittiert er tatsächlich den Dienst, hängt die Uniform an den Nagel und wird nach den Wahlen am 15. Oktober im Nationalrat sitzen. Für Sebastian Kurz. "Durch die Arbeit im Parlament möchte ich dazu beitragen, die Gesetze zu verbessern, und dafür sorgen, dass Österreich sicher bleibt und die Arbeit der Polizei leichter wird", sagt Mahrer.

Die mehr als 29.000 Polizisten würden hervorragende Arbeit leisten, trotzdem verlangt der 62-Jährige noch mehr Bemühen um das Sicherheitsvertrauen der Menschen: "Ich bin überzeugt, dass persönliche Gespräche mit den Menschen geführt werden müssen." Die Migration und ganz besonders die Auswirkungen der Flüchtlingskrise 2015 hätten vieles verändert, so Mahrer.

Kurz: "Er kennt die Probleme und Herausforderungen"
Sebastian Kurz freut sich über diesen weiteren prominenten Quereinsteiger auf seiner Liste: "Ich schätze Karl Mahrer aufgrund seiner höchst professionellen Arbeit bei der Wiener Polizei schon lang. Er kennt die Probleme und Herausforderungen im Bereich Sicherheit."

Zuletzt hatte Kurz die ehemalige Stabhochspringerin Kira Grünberg sowie Ex-Miss-Austria Sabine Lindorfer und den vierfachen Olympiateilnehmer Günther Weidlinger als neue ÖVP-Kandidaten für den Nationalrat präsentiert. Kommende Woche wird er seine komplette Bundesliste vorlegen, zwei bis drei weitere Quereinsteiger sollen noch dabei sein.

Doris Vettermann, Kronen Zeitung

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