Mi, 15. August 2018

Unwetterkatastrophe

07.08.2017 16:47

Wahlkampf-Duell in den Spuren der Verwüstung

Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) und sein Herausforderer, ÖVP-Chef Sebastian Kurz, sind nun voll und ganz im Wahlkampf angekommen. Nach den Unwettern in der Steiermark lieferten sie sich sogar im Krisengebiet ein Duell. Beide sagten, natürlich getrennt voneinander, rasche Hilfe zu.

ÖVP-Chef Kurz sieht sich in seiner neuen Funktion als Parteichef und Kanzlerkandidat nun für alles zuständig - von härteren Strafen für Gewaltdelikte bis zu den Unwetteropfern. Und so besuchte er Montagfrüh, gemeinsam mit dem steirischen Landes-Chef Hermann Schützenhöfer, die kleine Stadt Oberwölz, die zum Katastrophengebiet erklärt worden war. Ganz ohne Kameras.

Am Nachmittag folgte dann SPÖ-Bundeskanzler Kern, der, so wie Kurz, seinen Terminplan geändert hatte, um in die Krisenregion zu fahren. Begleitet von Kameras.

Rasche und unbürokratische Hilfe zugesichert
Beide Wahlkämpfer sicherten rasche Hilfe zu. Mit Kurz war auch Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) nach Graz gereist, um zu verkünden, dass genau für solche Fälle der Katastrophenfonds da sei. Derzeit stünden 400 Millionen Euro zur Verfügung, sollte das nicht ausreichen, könne aufgestockt werden, betonte Schelling.

Video: Bundesheer bei Unwetterkatastrophe im Einsatz

Auch Kanzler Kern sicherte "rasche und unbürokratische Auszahlungen" zu. Er drängte außerdem darauf, dass freiwillige Helfer drei zusätzliche Urlaubstage, bezahlt aus dem Katastrophenfonds, erhalten sollen. Die ÖVP steht dem Vorschlag offen gegenüber.

Doris Vettermann, Kronen Zeitung

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