03.08.2017 06:50 |

"Vorsichtsmaßnahme"

USA verbieten Bürgern Reisen nach Nordkorea

Die US-Regierung hat ein Reiseverbot für alle US-Bürger nach Nordkorea erlassen und Amerikaner, die sich in dem Land aufhalten, zur Rückkehr aufgefordert. Das Reiseverbot trete mit 1. September in Kraft, teilte das Außenministerium in Washington am Mittwoch mit. Es handle sich um eine "Vorsichtsmaßnahme", da US-Bürgern in Nordkorea die Verhaftung drohe.

Das Verbot war bereits vor knapp zwei Wochen angekündigt worden. Es gilt zunächst ein Jahr lang - falls Außenminister Rex Tillerson es nicht früher aufhebt. Ausnahmen von dem Verbot soll es für Reisen zu humanitären oder journalistischen Zwecken geben.

Das US-Außenministerium warnt schon länger vor Reisen nach Nordkorea. Der im Juni verstorbene 22-jährige US-Student Otto Warmbier war während einer solchen Reise im März 2016 wegen Diebstahls eines Propagandaposters zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Er fiel ins Koma und wurde schließlich "aus humanitären Gründen" freigelassen. Wenige Tage nach seiner Rückkehr in die USA starb er.

Jährlich besuchen etwa 5000 westliche Touristen das international weitgehend isolierte Land. US-Bürger machten etwa 20 Prozent davon aus, sagte Simon Cockerell, Manager des marktführenden chinesischen Reisebüros Koryo Tours. Nach seiner Einschätzung wird der nunmehrige US-Erlass deren Anzahl erheblich reduzieren.

Spannungen verschärft
Die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea haben sich in den vergangenen Wochen verschärft, vor allem nach mehreren Tests von Langstreckenraketen, mit denen Nordkorea nach Einschätzung von US-Experten auch die USA erreichen kann.

Washington fordert vom Regime in Pjöngjang, sein atomares Raketenprogramm zu beenden. Man sei weiterhin zu Gesprächen mit der Führung bereit, doch diese müsse abrüsten, sagte Tillerson am Mittwoch.

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