Türkei-Besuch
Papst beendet Visite mit Messe in Istanbul
Der Vatikan fordert, dass die Religionsfreiheit wechselweise gewährt werden müsse. Von der Türkei wird erwartet, dass sie den christlichen Minderheiten die gleichen Rechte einräumt, die von Muslimen in Staaten der EU in Anspruch genommen werden.
Den christlichen Kirchen in der Türkei wird bisher die Rechtsfähigkeit verwehrt. Die türkische Regierung hat auch neuerlich die Forderung der EU-Kommission zurückgewiesen, den vom orthodoxen Kirchenoberhaupt geführten Titel "Ökumenischer Patriarch" anzuerkennen.
Der Papst betonte in seiner Predigt erneut den Wunsch nach Überwindung der tausendjährigen Kirchenspaltung. Sein Vorgänger Johannes Paul II. habe bereits vor 27 Jahren bei seinem Besuch bei Patriarch Dimitrios I. im Phanar den Wunsch nach Rückkehr zur "vollständigen Einheit" der Kirchen ausgedrückt.
Überschwänglich berichtete die türkische Presse am Freitag vom Besuch des Papstes in der Blauen Moschee, wo Benedikt am Vorabend gemeinsam mit dem Mufti von Istanbul "wie ein Muslim" gebetet habe. "Historisches Gebet", "Frieden von Istanbul", lauteten die Schlagzeilen. Mit seinen Worten und Gesten habe der Papst "große Sympathien" geerntet, schrieb die größte türkische Zeitung "Hürriyet".
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.