Hintergrund ist eine EU-Richtlinie, die eine Effizienzsteigerung bei der Endenergie um ein Prozent pro Jahr vorsieht. Die Haushalte machen rund 29 Prozent des Strombedarfs in Österreich aus.
Wenn Österreich den Stromverbrauch in allen Anwendungssektoren - Landwirtschaft, Transport, Dienstleistung und Sachgüterproduktion sowie Haushalte - jährlich um ein Prozent senkt, könnte rein rechnerisch bis ins Jahr 2030 der gesamte Bedarf durch heimische Wasserkraft, Wind und Biomasse gedeckt werden, so die Studie.
Moderne Geräte sind wesentlich effizienter
Der Bedarf im Elektrizitätsbereich des Haushaltssektors steige jährlich um 2 Prozent, betonte Brauner, Vorstand am Institut für Energiewirtschaft. Die Effizienzsteigerungen von bis zu 70 Prozent bei den Haushaltsgeräten in den vergangenen 30 Jahren hätte diese Entwicklung nicht bremsen können. Damit rücke jedoch das Reduktionsziel von 30 Prozent bis 2030 in weite Ferne.
Die größten Stromfresser
"Schuld" daran sei neben der starken "Durchdringung" der Haushalte mit Elektrogeräten auch die größeren Wohnflächen pro Person und die Zunahme an Single-Haushalten. Im Haushalt stellen Waschmaschine, Wäschetrockner, Kühl- und Gefriergeräte, Klimaanlagen, Beleuchtung sowie Geräte für Information und Kommunikation die hauptsächlichen Stromverbraucher dar, so die Untersuchung. Weitere Ursache für das Ansteigen des privaten Stromverbrauchs sei unter anderem auch die lange Nutzungsdauer von Altgeräten.
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