Bis zu 15 % teurer

Alte Elektrogeräte sind die reinsten Stromfresser

Wirtschaft
24.11.2006 11:52
Zweit- und Drittgeräte bei Fernsehern und Kühlschränken, aber auch lang genutzte Altgeräte schrauben den Energieverbrauch in Österreichs Haushalten zwischen 10 und 15 Prozent nach oben. Mit der steigenden Zahl an Singlewohnungen wächst der Stromverbrauch kontinuierlich. Eine aktuelle Studie der TU Wien hat nun für die heimischen Haushalte ein Energiesparpotenzial von bis zu 30 Prozent errechnet.

Hintergrund ist eine EU-Richtlinie, die eine Effizienzsteigerung bei der Endenergie um ein Prozent pro Jahr vorsieht. Die Haushalte machen rund 29 Prozent des Strombedarfs in Österreich aus.

Wenn Österreich den Stromverbrauch in allen Anwendungssektoren - Landwirtschaft, Transport, Dienstleistung und Sachgüterproduktion sowie Haushalte - jährlich um ein Prozent senkt, könnte rein rechnerisch bis ins Jahr 2030 der gesamte Bedarf durch heimische Wasserkraft, Wind und Biomasse gedeckt werden, so die Studie.

Moderne Geräte sind wesentlich effizienter
Der Bedarf im Elektrizitätsbereich des Haushaltssektors steige jährlich um 2 Prozent, betonte Brauner, Vorstand am Institut für Energiewirtschaft. Die Effizienzsteigerungen von bis zu 70 Prozent bei den Haushaltsgeräten in den vergangenen 30 Jahren hätte diese Entwicklung nicht bremsen können. Damit rücke jedoch das Reduktionsziel von 30 Prozent bis 2030 in weite Ferne.

Die größten Stromfresser
"Schuld" daran sei neben der starken "Durchdringung" der Haushalte mit Elektrogeräten auch die größeren Wohnflächen pro Person und die Zunahme an Single-Haushalten. Im Haushalt stellen Waschmaschine, Wäschetrockner, Kühl- und Gefriergeräte, Klimaanlagen, Beleuchtung sowie Geräte für Information und Kommunikation die hauptsächlichen Stromverbraucher dar, so die Untersuchung. Weitere Ursache für das Ansteigen des privaten Stromverbrauchs sei unter anderem auch die lange Nutzungsdauer von Altgeräten.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Wirtschaft
24.11.2006 11:52
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung