Agententhriller
Russischer Ex-Agent in London vergiftet
In die Ermittlungen hat sich auch Scotland Yard eingeschaltet.
Nach Informationen der "Sunday Times" und der "Mail On Sunday" wurde Litwinenko vermutlich am 1. November in einer Londoner Sushi- Bar vergiftet. Dort habe er sich mit einem mysteriösen Italiener getroffen, der ihm wichtige Dokumente zum Mordfall Politkowskoja in Aussicht gestellt habe. Anschließend musste er mit schweren Vergiftungssymptomen ins Krankenhaus gebracht werden. Vermutet wird, dass er mit dem Schwermetall Thallium vergiftet wurde, das bereits bei einer Dosis von einem Gramm tödlich wirkt. Symptome sind unter anderem Erbrechen, Haarausfall, Nierenentzündung und Herzrhythmusstörungen.
Putin-Gegner lebt gefährlich
Litwinenko äußerte sich gegenüber der "Sunday Times" überzeugt davon, dass er als "Überläufer" ermordet werden sollte. Bei dem Treffen habe er ein vierseitiges Dokument mit den Namen von Verdächtigen erhalten, die in den Mordfall Politkowskoja verstrickt sein könnten. Der Kontaktmann habe selbst nichts gegessen und sei dann plötzlich verschwunden. Der Ex-Geheimdienstler, der seit sechs Jahren in London lebt und inzwischen auch die britische Staatsbürgerschaft hat, gilt als erklärter Gegner des russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Politkowskaja war vor allem durch ihre Berichte über Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien bekannt geworden. Die russische Journalistin wurde Anfang Oktober im Fahrstuhl zu ihrer Wohnung in Moskau hinterrücks erschossen. Eine heiße Spur zu den Tätern fehlt bislang.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.