Arbeitsklima

Beschäftigte blicken positiver in die Zukunft

Wirtschaft
17.11.2006 15:45
Mehr als drei Viertel der österreichischen Arbeitnehmer sind zuversichtlich hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung Österreichs. Besonders im Einzelhandel sowie in den Branchen Verkehr, Transport und Nachrichten ist die Stimmung nun wieder zuversichtlicher. Das belegt der aktuelle Arbeitsklima-Index der Arbeiterkammer Oberösterreich. Die Zufriedenheit mit den Einkommen stagniert hingegen: Nach wie vor sind nur 60 Prozent der Österreicher mit ihrem Einkommen zufrieden.

Das Vertrauen der Arbeitnehmer in die wirtschaftliche Entwicklung Österreichs ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Mehr als 75 Prozent der Arbeitnehmer äußern sich sehr oder eher optimistisch zur wirtschaftlichen Zukunft Österreichs. Zum Vergleich: Im Frühjahr waren es nur zwei Drittel gewesen. Der Anteil der Optimisten war zuletzt im Frühjahr 2002 mit 77 Prozent ähnlich hoch gewesen.

Besonders auffallend ist der Anstieg der Zuversicht in den Branchen Einzelhandel und Verkehr/Transport/Nachrichten. Im Einzelhandel ist der Anteil der Optimisten von 61 auf 76 Prozent gestiegen. In der Branche Verkehr/Transport und Nachrichten gibt es nun 73 Prozent Optimisten verglichen mit 56 Prozent im Frühjahr – ebenfalls ein deutliches Plus!

Weniger stark ist der Anstieg bei den Beschäftigten im Unterrichtswesen. Im Halbjahresvergleich ist lediglich ein Zuwachs von fünf Prozentpunkten messbar – allerdings auf bereits hohem Niveau. Deutlich pessimistischer sind hingegen die Arbeitnehmer in den Branchen Gesundheit und Soziales sowie im Bauwesen: Derzeit gibt es hier rund 70 Prozent Optimisten, der Anstieg liegt mit fünf Prozentpunkten deutlich hinter dem anderer Branchen zurück. 

In den Geldbörsen der Arbeitnehmer hat sich der generelle Aufwärtstrend allerdings nicht bemerkbar gemacht: Der Anteil der Beschäftigten, die mit ihrem Einkommen sehr oder ziemlich zufrieden sind, liegt nach wie vor bei 60 Prozent – und damit nicht über den zuletzt gemessenen Werten. Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und die individuelle finanzielle Situation driften auseinander.

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