27.04.2017 18:00 |

Fünf Jahre Haft

Brandstiftung in Pizzeria: Koch auf Anklagebank

Ein Koch saß am Donnerstag im Landesgericht Klagenfurt auf der Anklagebank. Dem 55-jährigen Italiener wird vorgeworfen, zu Silvester 2016 in einer Ferlacher Pizzeria Feuer gelegt zu haben. Der Mann weist jede Schuld entschieden von sich, weshalb zahlreiche Zeugen vor Gericht aufmarschieren mussten.

"Ich kann das Feuer nicht gelegt haben, weil ich zum Tatzeitpunkt in der Pizzeria physisch gar nicht anwesend war und ich meinen Job liebe", beteuerte der 55-jährige Italiener vor Richterin Lisa Kuschinsky, obwohl ihn viele Zeugen und Indizien schwer belasteten.

Laut Anklage soll er in der Silvesternacht die Weihnachtsdekoration im Ferlacher Lokal "Topolino", wo er als Pizzakoch gearbeitet hat, angezündet haben.

In seinem Pullover stellten Ermittler später ein Brandloch fest. "Zudem ist gegen den mehrfach Vorbestraften in Deutschland bereits fünf Mal wegen Brandstiftung ermittelt worden",  erklärte Staatsanwältin Sarah Katschnig.

Mittels Dolmetscherin versuchte der Angeklagte, den Schöffesenat von seiner Unschuld zu überzeugen - indem er die Silvesternacht aus seiner Sicht rekapitulierte und schilderte in welchem Lokal er wann gewesen sei.

Zeugen konnten diese Angaben jedoch nicht bestätigen. Im Gegenteil; der Koch soll an diesem Abend ein benachbartes Lokal gleich mehrmals verlassen haben.

Der Schöffensenat verurteilte den Mann zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe; nicht rechtskräftig.

Alexander Schwab, Kärntner Krone

Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Kandidatur „schwierig“
Hofer: Ohne Freispruch kein Strache-Comeback
Politik
Große Ambitionen
Coutinho: Ziel ist der Gewinn der Champions League
Fußball International
Heiß begehrt
FIFA-Rekord: Zehn Bewerber für Frauen-WM 2023
Fußball International

Newsletter