21.04.2017 16:59 |

Illegaler Zugang

ÖBB prüfen Schmuggelaffäre

Das Auffliegen eines internationalen Zigaretten-Schmugglerringes hat auch bei den ÖBB Konsequenzen. Wie berichtet, hatten sich Mitglieder der "Chesterfield"-Bande als Bahnmitarbeiter getarnt und direkt am Hauptbahnhof an den Zügen herumgebastelt, um heiße Ware aus Verstecken auszubauen. Jetzt prüfen die ÖBB, wie sich die Täter illegal Zugang zu den Wagons verschaffen konnten.

Die Bande soll seit 2014 an die 2,5 Millionen Zigaretten in Zügen von Belgrad nach Villach geschmuggelt und von dort weiterverteilt haben. Die heiße Ware wurde in den Wagons versteckt und von mehreren Bandenmitgliedern, die sich als Bahnmitarbeiter ausgaben, direkt am Hauptbahnhof ausgebaut. Mittlerweile sitzen vier mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft.

Dass sich betriebsfremde Personen drei Jahre lang immer wieder mitten am Bahnhof an Zügen zu schaffen gemacht hatten, wirft Fragen auf. ÖBB-Sprecher Herbert Hofer: "Die Fälle sind mitten in der Nacht passiert, die Männer hatten ÖBB-Westen an und sind organisiert und trickreich vorgegangen. Dem Zugpersonal auf dieser internationalen Rute ist das nicht aufgefallen." Auch nicht der Bahnhof-Security, die rund um die Uhr am Bahnhof im Einsatz steht.

Die ÖBB wollen Konsequenzen ziehen und kündigen an, die Causa jetzt intern zu prüfen. In einem ersten Schritt sollen die Mitarbeiter sensibilisiert werden, damit sie immer ein "wachsames Auge" haben.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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