28.04.2017 17:00 |

Kalenderwoche 17

Sie stellen Fragen - Experten antworten

Unsere Leser haben jede Woche die Möglichkeit, sich mit medizinischen Fragen per E- Mail an die Gesundheitsredaktion der "Krone" zu wenden. Wir leiten die Anfragen an kompetente Fachleute aus allen Heilberufen zur Beantwortung weiter.

Besenreiser
Margit P. (47): "Ich leide seit einiger Zeit verstärkt an Besenreisern an beiden Beinen. Injektionen haben nicht geholfen. Was kann ich noch tun?"

Zunächst sollte eine gefäßmedizinische Abklärung erfolgen! Hinter den Besenreisern, die ja kleine Krampfadern sind, kann eine Störung im Bereich der Klappen der großen Venen stecken. Oder es liegt ein anderes Venenproblem vor. Sollte das nicht der Fall sein, kann man unschöne Besenreiser bzw. kleine Venengeflechte sehr gut mit Laser behandeln. Die feinen, krankhaft erweiterten Blutgefäße verschwinden dadurch und die Beine werden wieder schön. Wichtig ist allerdings, anschließend für mindestens drei Wochen Kompressionsstrümpfe zu tragen. Nur so kann ein optimales Resultat erzielt werden. Insgesamt sind ungefähr drei bis vier Behandlungen in vierwöchigen Abständen erforderlich.

Dr. Andrea Ronfeld
Fachärztin für Chirurgie, Gefäßchirurgie aus Kindberg (Steiermark).
Informationen: 03865/20 23 50, info@dr-ronfeld.at, www.dr-ronfeld.at

Ab wann Hallux-OP?
Helene J. (62): "Ich habe beidbeinig einen Hallux valgus. Seit längerem drücken mich aber am linken Fußballen Schuhe, die ich vorher problemlos tragen konnte. Auch eine Nebenzehe hat sich schon verkrümmt und scheuert gegen den Schuh. Der rechte Fuß ist komplett beschwerdefrei. Was raten Sie?"

Maßnahmen bei Hallux valgus ("Frostballen") hängen davon ab, ob Beschwerden vorliegen. Macht sich der Hallux nur optisch bemerkbar, kann man einer Verschlechterung durch Comfortschuhe mit sehr gutem Fußbett und eventuell mit Einlagen entgegenwirken. Das sollte beim rechten Fuß vorerst genügen. Tut aber eines Tages jeder noch so bequeme Schuh weh und kommt es durch die immer schiefer werdende Großzehe zur Verformung nebenstehender Zehen (Hammerzehen), dann kann diese Fußfehlstellung nur mehr operativ korrigiert werden. Zur Verfügung stehen dafür zahlreiche verschiedene Techniken. Sehr bewährt ist die Methode nach Prof. Bösch: Dabei wird über zwei winzige Einstiche gleichsam durchs "Schlüsselloch" korrigiert. Der Eingriff ist im Vergleich zu anderen kürzer und kann auch in örtlicher Betäubung erfolgen.

Gleich nach der Operation kann der Fuß in einem Schuh mit sehr steifer Sohle wieder voll belastet werden. Ob diese Technik aber im vorliegenden Fall auch die richtige ist, kann erst nach eingehender Untersuchung beurteilt werden.

OA Dr. Andreas Gfrerrer
Facharzt für Orthopädie am EKH Wien.
Informationen: 0680/215 15 43, www.orthodoc.wien

Schlafstellung
Herbert D. (58): "Nach dem Besuch eines Schlaflabors wegen Aussetzern beim Atmen wurde mir aufgetragen, eine Vorrichtung zu installieren, um beim Schlafen nicht auf dem Rücken zu liegen. Was wird da empfohlen?"

Wir Menschen wechseln unsere Körperhaltung nachts häufig, um gut und fest schlafen zu können. Die Seite wird getauscht und oft liegt man auch auf dem Rücken. Diese Lage hat besondere Bedeutung. Durch den Rundrücken würde bei einer zu harten Unterlage der Kopf nach hinten sinken. Das kann sich negativ auswirken: Einerseits auf die Hirndurchblutung, aber auch starkes Schnarchen und Aussetzer der Atmung können zu entstehen.

So empfehlen wir zum Beispiel liebevollen Töchtern, ihren älteren Müttern nicht die Pölster wegzunehmen, um ihnen mehr Luft zu verschaffen. Sondern ganz im Gegenteil, mit Hilfe von Pölstern eine fast sitzende Haltung zu erzeugen. Dadurch senken sich die Eingeweide und man bekommt beim Schlafen mehr Luft! Die Unterlage darf nicht zu hart sein allerdings auch nicht zu weich, weil dann der Körper seitlich durchhängt.

Beim Leser ergeben sich offensichtlich Probleme in der Rückenlage. Da rate ich, ganz einfach durch Pölster eine Hochlagerung der oberen Körperhälfte zu erreichen. Eine andere Strategie wäre, durch anlegbare Polsterungen eine Seitenlage und das Vorbeugen des Kopfes gleichsam zu erzwingen.

Prof. Dr. Hans Tilscher
Facharzt für Orthopädie, Wien.
Informationen: 01/278 31 27

Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Rekordfest der „Krone“
Wir haben ganz Linz singen und tanzen gesehen!
Oberösterreich
Hier im Video
Juventus siegt ohne Trainer - Pleite für Ribery
Fußball International
Premier League
Salah-Show! Liverpool gewinnt Hit gegen Arsenal
Fußball International
Hofft auf Jugend & EU
Van der Bellen warnt vor Ende der Menschheit
Österreich
Pleite für ManUnited
Hasenhüttl feiert bei Danso-Debüt ersten Sieg
Fußball International
Vier Pleiten in Folge
St. Pölten verpasst SVM den nächsten Tiefschlag
Fußball National
„Mediale Ausschläge“
Kurz löst Twitter-Debatte über Greta Thunberg aus
Österreich

Newsletter