12.04.2017 16:24 |

Kritik an Einsatz

Polizei fährt GTI-Kontrollen hoch

Sechs Wochen vor dem GTI-Treffen am Wörthersee ist die Debatte um Sicherheitsvorkehrungen neu entbrannt. In einem Brief schreibt der Volksanwalt von einem "Missstand in der Verwaltung" und Defiziten bei der Personalplanung der Polizei. Die Einsatzleitung kontert. Kontrollen starten bereits dieses Wochenende.

150.000 Besucher werden zum GTI-Treffen (24. bis 27. Mai) erwartet. Weil Tausende PS-Jünger ihre Boliden bereits Wochen vor dem Start um den See steuern, gibt’s Probleme. In einem Schreiben prangert der Volksanwalt an, dass trotz Kenntnis über Vor- und Nachtreffen die Polizei in Reifnitz zuletzt viel zu spät Unterstützung bekommen habe. Es sei nicht einmal gelungen, alle 642 Anzeigen abzuarbeiten. Von einem Verwaltungsmissstand ist die Rede. Angeregt wird, heuer mehr Beamte früher einzusetzen. "Derzeit laufen auch Prüfverfahren, welche Auswirkungen das Treffen bei Lärm- und Luft-Immissionen hat", erklärt Tina Zach, Volksanwaltschaft.

Am Dienstag trugen Anrainer bei einem Treffen mit Behördenvertretern ihre Sorgen vor. "Vor allem in Selpritsch geht es wild zu. Gewisse Hot-Spots sollten rund um die Uhr überwacht werden", fordert Anrainer Franz Scherling. Nationalrat Philip Kucher nimmt sich der Sorgen der Lärmgeplagten an: "Wir freuen uns über jeden Besucher. Die Spielregeln müssen aber eingehalten werden."

Die Polizei kontert auf die Kritik, will aber keine Details zum Personaleinsatz bekannt geben. Wie die Einsatzleitung ankündigt, wird es aber bereits ab dem Wochenende Kontrollen geben.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Kandidatur „schwierig“
Hofer: Ohne Freispruch kein Strache-Comeback
Politik
Große Ambitionen
Coutinho: Ziel ist der Gewinn der Champions League
Fußball International
Heiß begehrt
FIFA-Rekord: Zehn Bewerber für Frauen-WM 2023
Fußball International

Newsletter