Sechs Wochen vor dem GTI-Treffen am Wörthersee ist die Debatte um Sicherheitsvorkehrungen neu entbrannt. In einem Brief schreibt der Volksanwalt von einem "Missstand in der Verwaltung" und Defiziten bei der Personalplanung der Polizei. Die Einsatzleitung kontert. Kontrollen starten bereits dieses Wochenende.
150.000 Besucher werden zum GTI-Treffen (24. bis 27. Mai) erwartet. Weil Tausende PS-Jünger ihre Boliden bereits Wochen vor dem Start um den See steuern, gibt’s Probleme. In einem Schreiben prangert der Volksanwalt an, dass trotz Kenntnis über Vor- und Nachtreffen die Polizei in Reifnitz zuletzt viel zu spät Unterstützung bekommen habe. Es sei nicht einmal gelungen, alle 642 Anzeigen abzuarbeiten. Von einem Verwaltungsmissstand ist die Rede. Angeregt wird, heuer mehr Beamte früher einzusetzen. "Derzeit laufen auch Prüfverfahren, welche Auswirkungen das Treffen bei Lärm- und Luft-Immissionen hat", erklärt Tina Zach, Volksanwaltschaft.
Am Dienstag trugen Anrainer bei einem Treffen mit Behördenvertretern ihre Sorgen vor. "Vor allem in Selpritsch geht es wild zu. Gewisse Hot-Spots sollten rund um die Uhr überwacht werden", fordert Anrainer Franz Scherling. Nationalrat Philip Kucher nimmt sich der Sorgen der Lärmgeplagten an: "Wir freuen uns über jeden Besucher. Die Spielregeln müssen aber eingehalten werden."
Die Polizei kontert auf die Kritik, will aber keine Details zum Personaleinsatz bekannt geben. Wie die Einsatzleitung ankündigt, wird es aber bereits ab dem Wochenende Kontrollen geben.
Thomas Leitner, Kärntner Krone
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