06.04.2017 11:23 |

"Fälschungssicher"

Nach dem Fingerabdruck- kommt der 3D-Venen-Scanner

Um sensible Daten vor unberechtigtem Zugang zu schützen, reicht die Identifizierung durch Fingerabdruck-Scan und ähnliche biometrische Systeme nicht. Davon sind Schweizer Forscher überzeugt und haben eine Technik entwickelt, die praktisch nicht zu knacken sein soll.

Das System beruht auf einem 3D-Venen-Scanner, der vom Forschungsinstitut Idiap, der Fachhochschule Sitten und dem Start-up Global ID entwickelt wurde. Forscher der ETH Lausanne um Serge Vaudenay haben dieses System nun weiter verbessert, damit die Daten noch sicherer als bisher verarbeitet werden können, wie die Hochschule mitteilte.

Kein Fälschungsrisiko mehr
"Zweidimensionale Venen-Erkennung wird bereits weltweit eingesetzt, aber das System hat seine Fehler", sagte Lambert Sonna Momo, einer der Gründer von Global ID. "Mit der 3D-Analyse ist das Risiko von Fälschungen praktisch inexistent, da wir alle unterschiedliche Venen haben." Das System kann eine Person somit untrüglich identifizieren, wenn sie den Zeigefinger auf den Sensor legt.

Der tragbare Scanner könnte beispielsweise bei Grenzkontrollen, Finanztransaktionen oder auch in Spitälern eingesetzt werden, um Patienten eindeutig zu identifizieren. Dank der von den ETH-Forschern eingesetzten Verschlüsselungstechnik können persönliche Daten auch beim Identifizierungsvorgang nicht gestohlen werden: Die Informationen werden verarbeitet, ohne dass sie wirklich entschlüsselt werden.

Testläufe des System seien unter anderem in Kamerun im Gange, schrieb die Hochschule. Für Entwicklungsländer könnte das System besonders interessant sein, da es sehr robust sei.

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