"Tag der Einheit"

Großeinsatz bei rechten Kundgebungen in Moskau

Ausland
04.11.2006 14:52
Die Polizei in Moskau hat am Samstag mit tausenden Einsatzkräften Kundgebungen russischer Rechtsextremisten unterbunden. Zum neu geschaffenen russischen Feiertag „Tag der nationalen Einheit“ wollten nationalistische Gruppen trotz Verbots gegen den Zuzug von Nichtrussen demonstrieren. Polizeikordons sicherten unter anderem die bekannte U-Bahn-Station „Park Kultury“ ab, an der sich die Rechtsextremisten sammeln wollten.

Auch Hubschrauber wurden gegen die Rechtsextremen eingesetzt. In der sibirischen Stadt Nowosibirsk marschierten etwa 200 Demonstranten die Hauptstraße entlang und skandierten nach Angaben der Sicherheitskräfte „volksverhetzende Losungen“. Zehn Organisatoren wurden festgenommen.

Auch in Irkutsk, Blagoweschtschenk und Wladiwostok kam es zu Kundgebungen von Rechtsextremen. In Russland hatte es in jüngster Zeit mehrfach Gewaltausbrüche zwischen Russen und Angehörigen anderer Volksgruppen gegeben.

Im Vorjahr waren mehrere tausend Menschen am 4. November unter dem Motto „Russland den Russen“ durch das Zentrum von Moskau marschiert. Rechtsextremisten und Anhänger faschistischer Ideologien skandierten damals wiederholt auch „Heil Hitler“. 

Die Kundgebung hatte für Entsetzen unter Menschenrechtsorganisationen sowie den religiösen und ethnischen Minderheiten im Vielvölkerstaat Russische Föderation gesorgt.

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