Kokainproblem

Kokain-Konsum in Europa steigt

Ausland
02.11.2006 16:23
Europa hat ein Kokainproblem: Das geht aus einem am Donnerstag in London präsentierten Bericht des UNO-Büros für Drogen und Kriminalität (UNODC) hervor. Europa bewege sich auf eine Kokain-Krise zu, sagte UNODC-Vorsitzender Antonio Maria Costa. Während der Konsum weltweit rückläufig oder stabil sei, gehe er in Europa nach oben - vor allem in Italien, Spanien und Großbritannien.

In Spanien beträgt der Anteil der Kokainkonsumenten in der Altersgruppe von 15 bis 64 drei Prozent. Damit übertrifft der Anteil der Konsumenten erstmals jenen der USA. Dicht darauf folgt Großbritannien, wo die Prävalenz bei 2,4 Prozent liegt, um 0,6 Prozent mehr als zehn Jahre davor. Die Steigerung lässt sich auch an einer Entwicklung in Spanien ablesen: Vor zehn Jahren lag der Anteil der Kokainkonsumenten bei den Drogenrehabilitationsprogrammen bei sieben Prozent, 2002 bei 42.

Costa kritisierte, dass Konsumenten nicht nur sich selbst, sondern auch andere schädigen würden: "Sie tragen bei zu Umweltzerstörung und finanzieren Drogenhändler, Rebellen und Terroristen. Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal glauben, dass eine Line Koks trendy und harmlos ist."

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