Mo, 20. August 2018

Obskures Angebot

22.10.2006 20:06

Parapsychologen wollten den Zündler auspendeln

Zwei ganz obskure okkulte Parapsychologen wollen bei der aufregenden Innviertler Feuerteufeljagd helfen: Sie baten die Polizei schon allen Ernstes um einen Altheimer Stadtplan, um darauf den Wohnsitz jenes Zündlers auszupendeln, der nach 14 Brandanschlägen zwei Pferdeställe abgefackelt und eine Explosion verursacht hat. Die Kriminalisten vertrauen jedoch lieber ihren eigenen professionellen Ermittlungsmethoden.

Damit konnten sie bisher immerhin schon drei Tatverdächtige ausforschen, denen sie acht der 17 Brandstiftungen anlasten, auch wenn nicht alle zu beweisen sind. Von den übrigen neun ungeklärten Anschlägen dürften aber nur die letzten drei auf das Konto eines vierten Zündlers gehen. Die beiden Attentate vom 11. und 12. Oktober auf zwei Pferdeställe tragen dieselbe Handschrift, doch die Explosion vom Freitag ist den Ermittlern ein „Riesenrätsel“: Im Altheimer Autohaus Hatzmann entstanden einige hunderttausend Euro Schaden, als ein Reifencontainer in die Luft flog.

Die gewaltige Druckwelle donnerte nicht nur durch den nahen Garagentrakt, sondern auch noch über den Hof durch den kleinen Spalt eines halb offenen Rolltors in die Verkaufshalle, wo ebenfalls sämtliche Fenster samt Rahmen aus den Wänden gerissen wurden.

„Diese Wucht und die Trümmer hätten den Zündler auf der Stelle getötet“, rätseln noch die Kriminalisten, wie die Detonation ausgelöst wurde: Fernzünder, Zündschnüre und hochbrisanter Sprengstoff waren jedenfalls nicht im Spiel. Chemische und kriminaltechnische Analysen sollen noch in dieser Woche Klarheit in den Fall bringen.

 

 

 

Foto: Manfred Fesl

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