So, 22. Juli 2018

In Wien und Graz

26.01.2017 14:31

Anti-Terror-Großrazzien gegen radikale Islamisten

In Wien und Graz sind am frühen Donnerstagmorgen Anti-Terror-Einsätze durchgeführt worden. 800 Beamte standen laut Informationen der "Krone" bei den groß angelegten Polizeiaktionen im Einsatz. Es gab zunächst acht Festnahmen - vier in Graz, vier in Wien -, nach mehreren Einvernahmen fiel zudem der Verdacht auf drei weitere Männer, die kurz nach Mittag ebenfalls festgenommen wurden. Im Visier stand das Terrornetzwerk rund um den inhaftierten Hassprediger Mirsad O.

Seit den frühen Morgenstunden liefen die Einsätze von Polizei und Verfassungsschutz im Kampf gegen "extreme Salafisten", wie es hieß. Im Fokus stand nach Informationen der "Krone" das Netzwerk rund um den mittlerweile inhaftierten Terrorprediger Mirsad O. alias Ebu Tejma.

Idol des 17-jährigen Terror-Teenagers
Der islamistische Extremist war im Juli 2016 in Graz zu 20 Jahren Haft verurteilt worden, und zwar wegen "Teilnahme an einer terroristischen Vereinigung und einer kriminellen Organisation sowie wegen Mordes als Bestimmungstäter". Für den 17 Jahre alten Terrorverdächtigen Lorenz K., der am Freitagabend in Wien festgenommen wurde, sei der gebürtige Serbe ein "Idol", wie der Bursche im Polizeiverhör aussagte.

Der Teenager soll einen Bombenanschlag in Wien geplant haben, und gemeinsam mit einem 21-jährigen Komplizen aus Deutschland bereits Testbomben gebastelt haben.

"Hinterhof-Moscheen" gestürmt
Neben acht Wohnungen in Graz - etwa im Bereich Kalvariengürtel - soll Donnerstagfrüh auch eine gefährliche "Hinterhof-Moschee", die mit Geldern "aus dem Ausland", hauptsächlich aus dem arabischen Raum, unterstützt wird, von den Beamten gestürmt worden sein. Auch in Wien führte die Exekutive Razzien in vier Wohnungen durch, auch hier wurde eine "Hinterhof-Moschee" durchsucht.

Die insgesamt elf Festgenommenen befinden sich vorerst in Verwahrungshaft, hieß es. Das Innenministerium kündigte für Freitag eine Pressekonferenz an.

 krone.at
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