Mi, 21. November 2018

Wichtige Tipps

10.01.2017 11:02

Gefahr auf dünnem Eis: Kälteschock als Todesfalle

Auf dünnes Eis - im wahrsten Sinne des Wortes - wagen sich derzeit viele Hobbysportler auf dem Neusiedler See. Wie berichtet, sind in den vergangenen Tagen bereits mehrere Schlittschuhläufer eingebrochen. Was in einem solchen Notfall zu tun ist, weiß Dr. Elfriede Wilfinger. Die erfahrene Rotkreuz-Ärztin rät: "Trotz aller Eile sollte hier bei Rettungsaktionen Vorsicht oberstes Gebot sein."

Die arktischen Temperaturen lassen jetzt Bewegungshungrige auch im burgenländischen Flachland jubeln - denn Eisdecken bildeten sich auf vielen Teichen und Seen. Die Schlittschuhe konnten aus dem Keller geholt werden. Doch Vorsicht: Die spiegelglatten Flächen auf natürlichen Gewässern können trügerisch sein. Trotz herrschender Minusgrade mussten bereits eingebrochene Eisläufer aus dem klirrend kalten Neusiedler See geborgen werden.

"Eiskaltes Wasser führt schnell zu Bewegungsunfähigkeit und starken Schmerzen", warnt Rotkreuz-Ärztin Elfriede Wilfinger. Im Fall des Falles sollten sich Helfer an die sogenannte GAMS-Regeln halten: Gefahr erkennen - Absichern - Menschenrettung, falls gefahrlos möglich - Spezialkräfte anfordern. Ist der Eingebrochene aus dem Eiswasser gezogen, muss er vor weiterer Unterkühlung geschützt werden. Wilfinger: "Nasse Kleidung entfernen, zudecken und warme, gezuckerte Getränke verabreichen. Keinen Alkohol!"

Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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